Stadtwerke Schwäbisch Hall: Strom wird billiger

Zählerstände können elektronisch oder per Brief gemeldet werden.
privatDie Stadtwerke Schwäbisch Hall haben ihre Tarife für Strom und Erdgas ab 1. Januar 2021 festgelegt. Der Erdgaspreis bleibt unverändert, ebenso der Grundpreis in der Stromversorgung. Der Verbrauchspreis für Strom sinkt in den meisten Tarifen um brutto 0,69 Cent pro Kilowattstunde (kWh).
Gründe dafür seien günstigere Preise bei der Strombeschaffung, die die Stadtwerke für 2021 erzielen konnten, sowie Senkungen bei den Umlagen. Dies teilen die Stadtwerke mit.
Gut ein Fünftel des Strompreises entfiel in den letzten Jahren auf die EEG-Umlage (EEG steht für Erneuerbare-Energien-Gesetz). Sie dient zur Förderung und zum Ausbau der erneuerbaren Energien wie Solarenergie, Wind- und Wasserkraft. Für das kommende Jahr wurde die Umlage von 6,756 Cent/kWh auf 6,500 Cent/kWh reduziert. Auf diesen Betrag ist die Umlage für die kommenden Jahre gedeckelt. Darüber hinaus sinkt die Offshore- Haftungsumlage von 0,416 Cent/kWh auf 0,395 Cent/kWh.
In Summe bedeutet die Preisreduzierung der Haller Stadtwerke für einen durchschnittlichen Haushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3500 kWh eine Ersparnis von rund 24 Euro, haben die Stadtwerke errechnet.
Erdgas-Preis bleibt
Im Bereich der Erdgasversorgung kommt ab dem 1. Januar 2021 eine neue Belastung auf die Kunden zu, da für fossile Brennstoffe jährlich eine CO2-Abgabe zu leisten ist. Festgeschrieben ist dies im Brennstoffemissionshandelsgesetz, das zum Jahreswechsel in Kraft tritt.
Für das Jahr 2021 beträgt der CO2-Preis 25 Euro pro Tonne, der in den Folgejahren ansteigen wird. Das bedeutet: Wer Erdgas nutzt und verbrennt, muss im Jahr 2021 einen gesetzlich bedingten Aufschlag von 0,455 Cent/kWh netto mehr beim Verbrauchspreis zahlen. Durch günstigere Beschaffungskonditionen können die Stadtwerke Schwäbisch Hall die Steigerung jedoch vollständig kompensieren. Daher bleiben die Bruttopreise für Erdgas für die Kunden der Stadtwerke Schwäbisch Hall unverändert.
Kunden erhalten Post: Sie sollen Zählerstände bis Mitte Dezember melden
Die Stadtwerke Schwäbisch Hall erfassen ab Montag und bis Mitte Dezember die Stände der Verbrauchszähler in ihrem Netzgebiet. Dieses umfasst Schwäbisch Hall und einige umliegende Gemeinden. Damit wird der Jahresverbrauch der Kunden für Strom, Gas, Wasser und Wärme festgestellt.
Aufgrund der aktuellen Corona-Lage nimmt das Versorgungsunternehmen die Ablesungen nicht persönlich bei den Kunden vor. Denn dafür müssten Stadtwerke-Mitarbeiter von Haus zu Haus gehen, was die Infektionsgefahr für alle Beteiligten erhöhen würde.
Die Kunden werden daher gebeten, ihre Zähler selbst abzulesen. Alle Informationen dazu erhalten sie per Post. Diesem Schreiben ist eine Ablesekarte beigelegt.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Zählerstand zu übermitteln. Zum Beispiel per Smartphone oder Computer: Durch das Scannen des QR-Codes auf dem Schreiben gelangen die Kunden zu einem Online-Portal. Auf diesem können sie nach Eingabe ihrer Zugangsdaten, die sich ebenfalls im Schreiben befinden, die Zählerstände eintragen. Auf das Portal gelangt man zudem über die Homepage der Stadtwerke (www.stadtwerke-hall.de/zaehlerstand/).
Alternativ können die Kunden die Zählerdaten auf der Ablesekarte eintragen und diese an die Haller Stadtwerke zurücksenden. Das Rückporto, das pro elektronisch eingegangene Zählerstandsmeldung entfällt, spendet der regionale Energieversorger an Bürgerstiftungen der Kommunen in ihrem Netzgebiet.
Wer die Zähler nicht selbst ablesen kann, wird gebeten, Familienangehörige oder Bekannte um Hilfe zu bitten. Wird kein aktueller Zählerstand gemeldet, muss das Unternehmen den Verbrauch schätzen.
Für die Einspeisung von Strom zum Beispiel aus Fotovoltaikanlagen ins Netz müssen die Zählerstände ohnehin vom Anlagenbetreiber übermittelt werden.