Schwäbisch Hall im Rückblick
: Tanz der Haller Sieder aus dem Jahr 1963

Die gute alte Zeit in Schwarz-Weiß ist immer noch zu sehen. Und zwar in einer hinteren Ecke einer Mediathek, die kaum einer kennt. Sie ermöglicht bemerkenswerte Einblicke in das Hall von einst.
Von
Tobias Würth
Schwäbisch Hall
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Die Sieder präsentieren sich vor dem Haller Rathaus.

Die Sieder präsentieren sich vor dem Haller Rathaus.

Haller Tagblatt/Archiv
  • Ein SWR-Retro-Film von 1963 zeigt das Kuchen- und Brunnenfest in Schwarz-Weiß.
  • Zu sehen sind Sieder vor dem Haller Rathaus und der Siederskuchen wie heute.
  • Der Große Siedershof bewahrt Haller Siedertradition und Brauchtum der Reichsstadt.
  • In der ARD-Mediathek finden sich weitere SWR-Retro-Beiträge zu Hall.
  • Themen dort: Freilichtspiele, Großflugtag 1957, Krippen, Gefängnis, Goethe-Institut, Grossag.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Große Siedershof Schwäbisch Hall ist das lebendige Zeugnis einer bewegten Vergangenheit. Seine Wurzeln reichen zurück bis in das frühe Mittelalter, als die Sieder nicht nur das Salz aus der schon in keltischer Zeit genutzten Salzquelle am Kocher gesotten haben, sondern auch als Feuerwehr fungierten oder der alten Reichsstadt als Bürgerwache dienten. „Heute hat der Große Siedershof die Aufgabe, das überlieferte Brauchtum zu pflegen und zu wahren, die Erinnerung an die alte Reichsstadt Herrlichkeit wachzuhalten und die jahrhundertealte Tradition des Siederwesens in Schwäbisch Hall fortzusetzen“, steht auf der Homepage des Großen Siedershofs.

Ein historischer Film in Schwarz-Weiß aus dem Jahr 1963 zeigt, wie das Kuchen- und Brunnenfest damals ablief. Etwas weniger Besucher als heute, dafür aber mit ganz ähnlichen Klängen und einer tupfengleichen Präsentation des Siederskuchens, sind zu sehen.

Der Film ist abrufbar in der ARD-Mediathek unter SWR Retro.

Retro-Mediathek des SWR

Nicht jedem dürfte bekannt sein, dass der SWR in seiner Mediathek unter der Rubrik „SWR Retro“ interessante Filmbeiträge aus längst vergangenen Zeiten anbietet. Wer dort in der Suchmaske „Schwäbisch Hall“ eingibt, findet zum Beispiel Reportagen aus dem ehemaligen Gefängnis aus den Fünfzigerjahren. Zu sehen sind auch Berichte von den Freilichtspielen, von einem Großflugtag 1957 oder einer Krippenausstellung. Wer Lust hat, kann nachvollziehen, wie im Goethe-Institut im Jahr 1965 gelernt wurde. Auch einem untergegangenen Industriezweig widmeten die Fernsehleute 1963 einen längeren Beitrag: der Firma Grossag, „der letzten und einzigen Kohlebügeleisenfabrik“ in Hall.