Prozess in Ellwangen: Eltern sollen in Rot am See Tochter sexuell missbraucht haben

Wegen der mutmaßlichen Vergewaltigung seiner Tochter muss ein Elternpaar vor Gericht. (Symbolbild)
Stefan Puchner/dpa- Prozessauftakt in Ellwangen: Eltern stehen wegen mutmaßlichem Missbrauch der Tochter vor Gericht.
- Vorgeworfen werden mehrfacher schwerer Kindesmissbrauch, Missbrauch Schutzbefohlener und Vergewaltigung.
- Taten sollen in Rot am See im Elternhaus erfolgt sein; zu Beginn wird nur die Anklage verlesen.
- Auch ein 54-jähriger Familienfreund ist angeklagt – sein Verfahren läuft getrennt.
- Kind vertraute sich Lehrerin und Jugendamt an und wurde in Obhut genommen; U-Haft seit Ende Februar.
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Weil sie ihre Tochter sexuell missbraucht haben sollen, stehen die Eltern des Kindes ab Mittwoch (9.15 Uhr) vor dem Landgericht Ellwangen. Den Angeklagten werden unter anderem mehrfacher schwerer sexueller Missbrauch von Kindern, sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen und gemeinschaftliche Vergewaltigung vorgeworfen. Zu Prozessbeginn soll nur die Anklage verlesen werden.
Der 45-jährige Vater und die 41 Jahre alte Mutter sollen ihr Kind in Rot am See mehrmals missbraucht haben. Das Ehepaar soll die damals elfjährige Tochter laut dem Landgericht 2025 dazu gebracht haben, sexuelle Handlungen am Vater vorzunehmen.
Auch Freund der Familie soll Mädchen missbraucht haben
Später soll das Mädchen im Beisein der Eltern auch sexuelle Handlungen an einem 54 Jahre alten Freund der Familie vorgenommen haben. Der Mann ist auch wegen Missbrauchs angeklagt, sein Verfahren soll aber laut einem Gerichtssprecher separat geführt werden.
Zum Jahreswechsel 2025/2026 sollen die Eheleute und der Bekannte gemeinsam sexuelle Gewalt an dem Kind verübt und Drohungen gegen das Mädchen ausgesprochen haben. Auch an Weihnachten soll es laut den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft zu einem sexuellen Übergriff gekommen sein.
Kind vertraute sich Lehrerin an
Die Taten sollen sich im Elternhaus des Kindes ereignet haben. Nach Angaben eines Gerichtssprechers vertraute sich das Mädchen einer Lehrerin und dem Jugendamt an. Es wurde daraufhin in Obhut genommen. Alle drei Angeklagten sitzen seit Ende Februar in Untersuchungshaft.
Für den Prozess vor der 2. Großen Strafkammer sind vorerst insgesamt acht Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil könnte demnach am 17. November fallen.

