Petition für Frühchen-Intensiv in Hall: Bereits 5210 Unterschriften gesammelt - wie man mitmachen kann

Ein Frühchen im Krankenhaus greift nach einem Finger.
SWPDie Versorgung von Risikoschwangeren, Früh- und Risikogeborenen in Schwäbisch Hall und der gesamten Region ist in Gefahr. Die Mindestzahl für die Behandlung extrem kleiner Frühchen wurde von 14 auf 25 pro Jahr angehoben. Dieser Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses sorgt aktuell dafür, dass in Baden-Württemberg 8 von 21 Perinatalzentren Level 1 darüber informiert wurden, dass sie die Mindestanzahl voraussichtlich nicht erfüllen können. Ihnen droht ab dem 1. Januar 2024 ein Versorgungsverbot durch die Kostenträger. Dazu zählt auch das Perinatalzentrum am Diak Klinikum in Schwäbisch Hall.
Förderverein in Sorge
„Als beuteltigerstarker Förderverein der Kinderklinik setzen wir uns aktiv für den Erhalt des Perinatalzentrums mit dieser höchsten Versorgungsstufe ein und befürworten dazu einen offenen Diskurs“, schreibt der Förderverein für die Kinderklinik am Diak. „Über eine Petition rufen wir auf, sich aktiv für den Erhalt dieser ausgezeichneten Qualitäts- und Versorgungsstruktur im Flächenlandkreis Schwäbisch Hall und darüber hinaus einzusetzen.“ Die Petition wurde in vier Tagen 5210 Mal unterschrieben.
Brief an Lucha
Landrat Gerhard Bauer setzt sich in einem Brief an den Landesgesundheitsminister Manfred Lucha mit Nachdruck für die Level-1-Versorgung ein: Die abgegebenen Fahrtzeiten nach Heilbronn (42 Minuten), Mutlangen (53 Minuten) und Winnenden (60 Minuten) seien nur von Hall aus berechnet worden. Dabei gebe es Orte im Landkreis, von denen aus die Fahrtzeiten länger wären.
Auch Halls Oberbürgermeister Daniel Bullinger steht voll hinter der Petition. Er hat sie unterzeichnet und das auf Instagram publik gemacht.
Am Donnerstag, 12. Oktober, kommt außerdem eine ähnliche Petition aus Neubrandenburg zur Sprache, die im Nachbarort von Neustrelitz – der Partnerstadt von Schwäbisch Hall – initiiert wurde. Der dortige Bundestagsabgeordnete will in einer Rede Bezug nehmen auf die Petition: „Keine Schließungen von Geburtshilfestationen aufgrund der Hochsetzung der Mindestfallzahl“. Sie wurde von 110 875 Menschen gezeichnet.
Info Die Haller Petition steht auf:
