Parteibüros in Hall beschädigt
: CDU und SPD verurteilen Vandalismus

Sowohl das Büro der SPD als auch das der CDU werden mit Farbe besprüht. Die Parteien sehen darin einen „direkten Angriff auf die Grundlagen unserer demokratischen Kultur“.
Von
Tobias Würth
Schwäbisch Hall
Jetzt in der App anhören
Die CDU und die SPD verurteilen die Sachbeschädigung an Ihren Büros in Schwäbisch Hall.

Graffiti auf dem Fenster des Büros der SPD in der Gelbinger Gasse.

privat
  • Parteibüros der CDU und SPD in Schwäbisch Hall mit Farbe besprüht – beide Parteien verurteilen Vandalismus.
  • CDU und SPD: Sachbeschädigung ist ein Angriff auf demokratische Kultur und strafbar.
  • Graffiti mit „Free Maja“ bezieht sich auf Aktivistin Maja T., seit einem Jahr in Ungarn in Haft.
  • Maja T. wird mutmaßliche Beteiligung an Protesten gegen Neonazis in Budapest vorgeworfen.
  • Politiker kritisieren Haftbedingungen in Ungarn – Überstellung trotz Karlsruher Einspruch erfolgt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die CDU und die SPD verurteilen die Sachbeschädigung an ihren Büros in Schwäbisch Hall in einer gemeinsamen Erklärung: „Solche Taten, wie das Beschmieren von Wahlplakaten oder Parteibüros, sind in keiner Weise ein legitimes Mittel des politischen Diskurses – weder für die SPD noch für die CDU oder irgendeine andere demokratische Partei, ganz egal wie man zum eigentlichen Inhalt steht.“  Demokratie lebe vom Austausch von Argumenten, von Debatten und dem respektvollen Ringen um die besten Lösungen. Sie lebe von der Meinungsfreiheit, die es jedem ermöglicht, seine Ansichten zu äußern, auch kritische. „Aber diese Freiheit endet dort, wo das Eigentum anderer mutwillig zerstört oder beschädigt wird. Sachbeschädigung ist eine Straftat und ein direkter Angriff auf die Grundlagen unserer demokratischen Kultur. Sie sendet ein falsches Signal und wirkt einschüchternd“, schreiben die beiden Parteien.

In Ungarn in Haft

Die Polizei hat den Fall am Montag gemeldet. Der Schriftzug „Free Maja“ bezieht sich auf einen aktuellen Fall. Seit rund einem Jahr ist Maja T. in Ungarn inhaftiert – wegen mutmaßlicher Körperverletzungen. T. wird vorgeworfen, sich vor mehr als zwei Jahren in Budapest an gewaltsamen Protesten gegen einen Neonazi-Aufmarsch beteiligt zu haben. Die Festnahme erfolgte später in Berlin. Eigentlich hatte das Bundesverfassungsgericht die Überstellung untersagt. Doch die Entscheidung aus Karlsruhe kam wenige Minuten zu spät. Politiker verschiedener Parteien in Deutschland kritisieren die Haftbedingungen in Ungarn.

Die CDU und die SPD verurteilen die Sachbeschädigung an Ihren Büros in Schwäbisch Hall.

Schmierei auf dem Fenster der CDU in der Heimbacher Gasse.

privat