Hochwasser im Landkreis Hall
: Straßen, Felder und Keller stehen unter Wasser

In Schwäbisch Hall ist die Lage am Sonntagvormittag „angespannt, aber stabil“. Ein Hotspot liegt im Bühlertal. Es gab auch mehrere Hangrutsche.
Von
Kerstin Vlcek
Landkreis
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In Schwäbisch Hall-Steinbach wird am Sonntagvormittag Wasser aus Kellern geschöpft und gepumpt.

In Schwäbisch Hall-Steinbach wird am Sonntagvormittag Wasser aus Kellern geschöpft und gepumpt.

Norbert Acker

Vielerorts hat der viele Regen in Schwäbisch Hall und im Umland für Überflutungen gesorgt. Straßen, Parks, Felder, Wiesen und Keller stehen unter Wasser. Die Aufräumarbeiten sind an einigen Stellen im Landkreis Schwäbisch Hall am Sonntag bereits in vollem Gange. Beispielsweise in Steinbach, wo Keller ausgepumpt und Wasser herausgeschöpft wird. „Viele pumpen selbstständig aus“, lobt Sven Kipphardt, Kommandant bei der Feuerwehr Schwäbisch Hall, das Verhalten der Bürgerinnen und Bürger.

Beim Spielplatz in den Ackeranlagen ist viel Treibgut angeschwemmt worden.

Beim Spielplatz in den Ackeranlagen ist viel Treibgut angeschwemmt worden.

Kerstin Vlcek

Sonntagvormittag hat die Haller Feuerwehr ein besonderes Augenmerk auf Steinbach, Gelbingen und Sulzdorf-Anhausen. „Wir warten auf einen Wasserrückgang“, sagt Kipphardt weiter. Auch das Grundwasser müsse ablaufen, denn Kocher und Kanalisation seien bereits voll. „Die Lage in Schwäbisch Hall ist angespannt, aber stabil“, teilt Steffen Baumgartner vom Haller Landratsamt mit.

Teil der Straße weggebrochen

In vielen Gemeinden sind zudem Straßen gesperrt. Zwischen Gnadental und Forsthaus ist nach einem Hangrutsch ein Teil der Straße weggebrochen. Die Strecke war allerdings aufgrund von Bauarbeiten bereits gesperrt. Auch die Dendelbach-Strecke hinter Rosengarten-Rieden ist seit Sonntagfrüh wegen eines Hangrutsches nicht mehr passierbar. Seit Samstag ist auch die Kochertalstraße auf Höhe der Kochertalbrücke dicht, dort steht das Wasser mehrere zehn Zentimeter hoch.

Hangrutsch Gnadental Forsthaus

Zwischen Gnadental und Forsthaus ist nach einem Hangrutsch ein Teil der Straße weggebrochen. Die Strecke war allerdings aufgrund von Bauarbeiten bereits gesperrt.

Susi Leyh

Die Hochwassermarken im Landkreis Schwäbisch Hall bewegen sich zwischen zwei- und teilweise zehnjährigem Hochwasser, teilt Baumgartner weiter mit. Ein Hotspot liege im Bühlertal. Das THW Crailsheim wurde alarmiert, um im Bühlertal zu unterstützen, unter anderem mit der Lieferung von Sandsäcken.