FDP im Kreis Hall vor Landtagswahl: Neue Motivation für 2026

Luca Köngeter will in den Landtag.
privat- Luca Köngeter (20) wurde als FDP-Kandidat für die Landtagswahl 2026 im Wahlkreis Schwäbisch Hall nominiert.
- Er will Wirtschaft, Bildung, Digitalisierung und Mobilität stärken und Bürokratie abbauen.
- Ex-Wirtschaftsminister Döring unterstützt ihn und betont die Bedeutung einer starken Verteidigung.
- Der Mittelstand kämpft mit Energiekosten und Fachkräftemangel; Köngeter fordert Entlastungen.
- Stärkung von Landwirtschaft und regionalem Engagement gehören ebenfalls zu seinen Zielen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Bundestagswahl verlief für die FDP ernüchternd. Das schlechte Wahlergebnis scheinen die Mitglieder des FDP-Kreisverbands Schwäbisch Hall aber verdaut zu haben, wie am vergangenen Donnerstag deutlich wurde. Bei der Nominierungsveranstaltung zur Landtagswahl 2026 in Wolpertshausen klangen schon wieder Optimismus und eine zukunftsorientierte Denkweise durch. Mit Luca Köngeter, FDP-Kreisvorsitzender, bewarb sich ein selbstbewusster Kommunalpolitiker als Kandidat für die nächste Landtagswahl. Der angehende Kaufmann für Versicherungen und Finanzanlagen aus Gaildorf-Eutendorf skizzierte für den Fall seiner erfolgreichen Wahl seine nächsten Pläne. Der 20-Jährige wurde einstimmig – nur eine Enthaltung gab es – gewählt.
400 Millionen für Verteidigungszwecke sind sinnvoll
Auch die Wahl der sieben Delegierten und sieben Ersatzdelegierten zur Landesvertreterversammlung im Juli konnte Wahlleiter Friedrich Bullinger rasch durchziehen. So blieb am Abend genug Zeit für aktuelle Einschätzungen von Bullinger, Walter Döring, Luca Köngeter, Stephen Brauer und Valentin Abel zur Bundespolitik und zur wirtschaftlichen Lage im Wahlkreis.
Döring freut sich, dass mit Luca Köngeter ein junger und dynamischer Kandidat die Parteifarben bei der nächsten Landtagswahl vertritt und sichert ihm seine vollste Unterstützung zu. Der frühere Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg bezieht auch Stellung zur aktuellen Debatte um das Sondervermögen. „Die 400 Milliarden Euro für Verteidigungszwecke halte ich sogar für sinnvoll, da zwingend notwendig. Der Ablauf der jüngsten Friedensverhandlungen zeigt, dass Deutschland und Europa wehrfähig werden müssen.“
Europa müsse jetzt zusammenkommen, sonst würde es mit Blick auf Weltmächte wie China, Russland und Amerika oder ambitionierte Milliarden-Staaten wie Indien keine Rolle mehr spielen. Döring macht sich aber Gedanken um die Finanzierung des Sondervermögens. „Das sind Schulden, die da gemacht werden. Wie soll das später zurückgezahlt werden? Es gibt bei uns immer mehr Alte und immer weniger Junge. Wir müssen sicher alle wieder mehr arbeiten.“
Zeit für aktuelle Einschätzungen
Langweilig werde es der FDP in der nächsten Zeit sicher nicht werden, glaubt Döring: „Es gibt genug Themenfelder für die Liberalen, da wird man uns noch schmerzlich vermissen.“ Döring hofft, dass mit Köngeter ein aufstrebender Kandidat es schaffen kann, die junge Wählerschaft wieder mehr für die Freien Demokraten zu begeistern: denn der Links- und der Rechtsruck bei den jungen Wählern ist dem erfahrenen Politiker nicht verborgen geblieben.
Auch Bullinger sorgt sich um die Zukunft der jungen Menschen und möchte daher wieder die Bildung und die Stärkung der Infrastruktur in den Mittelpunkt rücken. „Der Status als Cleverle-Land droht ins Mittelfeld abzurutschen. Es wäre wichtig, das Bildungsniveau wieder anzuheben.“
Köngeter bestätigt, dass viele Baustellen warten. „Der Mittelstand kämpft mit steigenden Energiekosten. Wir müssen was gegen den Fachkräftemangel tun und die Unternehmen entlasten. Das duale Ausbildungssystem sollte gefördert werden, da es für junge Menschen eine attraktive Perspektive in unseren mittelständischen Unternehmen bietet.“ Es müsse ebenso das Ziel sein, Innovationen in den Unternehmen zu fördern und bürokratische Hemmnisse abzubauen. „Ohne eine florierende Wirtschaft gibt es keine Perspektive und kein soziales Netz“, betont Köngeter. Eine „exzellente Bildungspolitik“ müsse her und auch Digitalisierung und Mobilität seien Themen, die er im Wahlkreis vorantreiben möchte.
Gleichzeitig hofft er, dass die Region zusammenhält und das soziale Engagement weiterhin gelebt werde. „Ein reges Vereinsleben ist von großer Bedeutung für die Gemeinschaft.“ Die heimische Landwirtschaft liegt Köngeter ebenfalls am Herzen. „Ich komme aus Eutendorf und da gibt es mehr Kühe als Einwohner“, scherzt er. Bäuerliche Familienbetriebe bräuchten für die Erzeugung regionaler Produkte eine faire Entlohnung.
Die Delegierten
Die sieben Delegierten zur Landesvertreterversammlung im Juli sind Luca Köngeter, Stephen Brauer, Benedikt Ley, Gösta Jamin, Timo Bader, Philipp Jaudus und Tobias Boost.
Zu Ersatzdelegierten haben die Mitglieder Walter Döring, Stefan Gruber, Thomas Scheunert. Nico Silzle, Fridolin Mertzlufft, Matthias Sing und Oliver Kothen gewählt.

Schon der Name des Vorhabens ist schier endlos: Bundeswehr-Planungs- und Beschaffungsbeschleunigungsgesetz. Das Ziel ist richtig. Aber es wird womöglich auch unangenehme Folgen haben.