Übung des Technischen Hilfswerks: Römisches Reich unter Wasser – der THW Rottenburg eilt zur Hilfe

Übungsleiter Matthias Speidel weist die Einsatzkräfte ein, damit der Auslandseinsatz im "Imperium Romanum" auch gelingt.
THW Rottenburg- THW-Ortsverbände übten in Rottenburg und Umgebung den Ernstfall nach Unwettern.
- Aufgaben: Lageraufbau, Erkundung, Koordination und Versorgung der Einsatzstellen.
- Sechs Hochleistungspumpen förderten zusammen bis zu 60.000 Liter pro Minute.
- Schichtbetrieb lief über mehrere Tage – Logistik stellte Essen und Treibstoff.
- Nach Entwarnung bauten Teams Pumpen und Lager ab; Leitung: Matthias Speidel.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Rund 50 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) haben am vergangenen Wochenende in Rottenburg und Umgebung den Ernstfall geprobt, schreibt der Rottenburger Ortsverband in einer Pressemitteilung. Bei einer mehrtägigen Übung ging es darum, nach schweren Unwettern große Wassermengen abzupumpen. Beteiligt waren THW-Einheiten aus Baden-Württemberg und Bayern. Die Organisation lag maßgeblich beim Rottenburger Ortsverband.
Das Szenario führte die Helfer gedanklich ins Römische Reich: Nach heftigen Unwettern hatte das fiktive „Imperium Romanum“ über den europäischen Katastrophenschutzmechanismus internationale Hilfe angefordert. Deutsche THW-Einheiten waren dort bereits seit zwei Wochen im Einsatz und sollten nun von Kräften aus Baden-Württemberg und Bayern abgelöst werden.
Pumpen können 60.000 Liter Wasser pro Minute fördern
Bevor die eigentlichen Pumparbeiten beginnen konnten, mussten die Einsatzkräfte zunächst ihr Lager aufbauen. Von dort aus wurden die Helferinnen und Helfer versorgt und die Einsätze koordiniert. Gleichzeitig erkundeten Führungskräfte gemeinsam mit den fiktiven örtlichen Behörden mögliche Einsatzstellen und legten fest, wo die Pumpen gebraucht wurden. Auch die Versorgung musste organisiert werden: Die Logistikteams richteten eine Küche ein, erkundeten Einkaufsmöglichkeiten und besorgten benötigtes Material.
Am nächsten Morgen begannen die Helfer bei Sonnenaufgang mit dem Aufbau der sechs mitgebrachten Hochleistungspumpen. Sie verlegten mehrere hundert Meter Schlauchleitungen, positionierten die Geräte und ließen die Ansaugleitungen zu Wasser. Gegen Mittag liefen alle sechs Pumpen auf Hochtouren. Zusammen können sie bis zu 60.000 Liter Wasser pro Minute fördern.
Einsatzkräfte arbeiten im Schichtbetrieb
Da die Pumpen über mehrere Tage hinweg betrieben werden sollten, arbeiteten die Einsatzkräfte im Schichtbetrieb. Während ein Teil der Helfenden die Anlagen überwachte, ruhten sich die anderen für die Spät- und Nachtschichten aus. Die Logistikteams kümmerten sich um Essen und Getränke sowie um den Treibstoff für Pumpen und Fahrzeuge.
Als sich die Wetterlage im Übungsszenario schließlich entspannte und die örtlichen Behörden Entwarnung gaben, bauten die Helfer ihre Pumpen wieder ab. Nach einer letzten Nacht im Camp wurde auch das Lager aufgelöst und die Rückreise angetreten.
Matthias Speidel, Gruppenführer beim THW-Ortsverband Rottenburg, leitete die Übung. Sein Stellvertreter war der Rottenburger THW-Fachberater Philipp Kopp. Unterstützung erhielten sie von zahlreichen weiteren Helfern aus dem Rottenburger und anderen Ortsverbänden sowie von den Dienststellen der Landesverbände Baden-Württemberg und Bayern.

