
Die Rottenburger Urbansbruderschaft wird 625 Jahre alt: Zwei Dutzend unbescholtene Männer im Dienst für den Rottenburger Wein
Die Rottenburger St. Urbansbruderschaft geht aufs Jahr 1401 zurück. Auch im 21. Jahrhundert pflegt sie ihre mittelalterliche Tradition und wacht über die Qualität des Rebensafts in der Bischofsstadt. Nur Strafen verhängt die geheimnisumwitterte Gemeinschaft nicht mehr.

Armin Neu, Klaus Uttenweiler und Martin Schilling sind drei von 24 Rottenburger Urbansbrüdern. Sie halten die 1862 kunstvoll angefertigte „Tafel der löblichen Bruderschaft des heiligen Urbanus“. Die Innenseite mit den Namen und Eintrittsjahren der jeweils aktuellen Urbansbrüder ist normalerweise vom Bildnis des heiligen Urban verdeckt. Nur ein Name fehlt noch: Domkapitular Thomas Weißhaar wurde erst jüngst zum Nachfolger des im Januar dieses Jahres verstorbenen Dieter Manz gewählt. Einstimmig, wie es die Tradition vorschreibt.
Uschi Hahn