Bürgermeisterwahl Ammerbuch 2026: Haderlein und Rudolph in der Stichwahl

Das sind die Stichwahlgegner für die Ammerbucher Bürgermeisterwahl am 10. Mai: Lukas Haderlein (links) und Daniel Rudolph gratulieren einander gegenseitig.
Klaus FrankeNun steht es fest: Lukas Haderlein (22 Prozent, 1244 Stimmen) und Daniel Rudolph (21,9 Prozent 1238 Stimmen) kämpfen am 10. Mai in der Stichwahl um den Chefposten im Ammerbucher Rathaus. Die beiden ziehen nahezu gleichauf in das Duell – ihre Ergebnisse liegen an diesem Wahlsonntag nur 0,1 Prozent auseinander, gerade einmal sechs Stimmen trennen sie in der Wählergunst. Die Wahlbeteiligung liegt bei 63,4 Prozent. Und so haben die Kandidaten abgeschnitten:
Alle Infos zum Wahlabend kompakt – und ein Kommentar
Ammerbuch hat gewählt. Der neue Bürgermeister steht zwar nach dem Wahlsonntag am 19. April, noch nicht fest. Aber schon vor der Stichwahl am 10. ist klar: Die Demokratie in der Gemeinde hat gewonnen, kommentiert Redakteurin Uschi Hahn den Ausgang des ersten Wahlgangs.
Sie möchten sich schnell einen Überblick verschaffen, wie der Wahlabend des ersten Urnengangs verlaufen ist? Dann sind Sie bei dieser Zusammenfassung richtig.
Stimmen zum Wahlausgang - das sagen Kandidaten
Sieger des ersten Durchgangs ist Lukas Haderlein: Er sei jetzt sehr viel entspannter. „Ich freue mich auf die kommenden drei Wochen.“ Er wünscht sich ein öffentliches Podium mit Daniel Rudolph. Der freut sich „riesig über das Ergebnis“. Er habe sich „noch keine Gedanken gemacht, wie ich die nächsten drei Wochen Wahlkampf machen will“.
Der Drittplatzierte Michel Salzer sieht sich als Opfer der Stimmenverteilung mehrerer Kandidaten aus dem bürgerlichen Bereich. Hätte er in Ammerbuch wählen dürfen, „hätte ich keinen der beiden gewählt, die jetzt in der Stichwahl sind.“
Max Karrenführ als Viertplatzierter, zeigte sich vom Wahlausgang enttäuscht. Aber er habe einen guten Wahlkampf gemacht und könne sich jederzeit in Ammerbuch noch sehen lassen. „Ich falle weich, ich habe ja einen Beruf“, so sein Fazit.
Andreas Schmitz fand es „ein tolles Bewerberfeld“, zu dem er beigetragen habe. Nun müsse er halt weiterhin „mehr Geld in der Autoindustrie verdienen als als Bürgermeister“.
Achim Höckh zeigte sich vom Ausgang der Wahl enttäuscht. Im Wahlkampf seien die Kandidaten aber sehr fair miteinander umgegangen. „Für Ammerbuch wünsche ich mir, dass der Gewinner der Stichwahl Ideen der anderen Kandidaten aufnimmt.“
Wahlbeteiligung erreicht 63,4 Prozent – wie in Kusterdingen
Eine gute Nachricht: Die Wahlbeteiligung war für eine Bürgermeisterwahl mit 63,4 Prozent im ersten Wahlgang außergewöhnlich hoch. Das statistische Landesamt hat unlängst 1244 Bürgermeisterwahlen ausgewertet. Im Schnitt lag sie dabei nur bei 52,6 Prozent (wobei auch Wahlen einflossen, bei denen es deutlich weniger oder gar nur einen Kandidaten oder eine Kandidatin gab).
Heute hat auch Kusterdingen gewählt. Und auch dort stimmten 63,4 Prozent der Wahlberechtigten ab. Wie es dort ausging, lesen Sie hier im Liveticker aus Kusterdingen.
Das vorläufige Ergebnis ist da: Haderlein sechs Stimmen vor Rudolph
Nun ist das vorläufige Ergebnis da: Lukas Haderlein führt hauchdünn vor Daniel Rudolph. Nur 0,1 Prozentpunkte und sechs Stimmen trennen die beiden, die am 10. Mai gegeneinander antreten werden. So spannend war eine Auszählung selten – und am 10. Mai kommt es nun zum Showdown zwischen ihnen.