Bürgerbeteiligung in Rottenburger Ortschaften: Vier Dörfer, ein Weg – und bald ein Verein

Gemeinsam haben sie das Projekt „Vier Dörfer – ein Weg“ begleitet: Vier Beteiligte bei der Abschlussveranstaltung im Bürgerhaus Buse in Bieringen. Rechts sitzt Projektleiterin Karin Frech von der Stadt Rottenburg.
Stadt Rottenburg- Projekt „Vier Dörfer – ein Weg“ endet, Zusammenarbeit soll im Verein weitergehen.
- Beteiligte Orte: Bad Niedernau, Schwalldorf, Obernau und Bieringen – Fokus auf gutes Altern.
- Abschluss im Bürgerhaus Buse mit mehr als 60 Gästen am Freitag, 16. Oktober.
- Erfolge: Bürgerauto, Mittagstisch, Vortragsreihe und Begegnungsangebote wie Kochkurse.
- Geplant ist ein Bürgerverein und ein gesamtstädtischer Stadtseniorenrat, Helfer werden gesucht.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Wie lässt es sich auf dem Dorf gut alt werden? Zwei Jahre lang haben sich Bürgerinnen und Bürger aus Bad Niedernau, Schwalldorf, Obernau und Bieringen mit dieser Frage beschäftigt. Nun ist das Projekt „Vier Dörfer – ein Weg“ offiziell abgeschlossen. Die Zusammenarbeit soll aber weitergehen: Die Gründung eines gemeinsamen Bürgervereins steht bevor.
Mehr als 60 Besucherinnen und Besucher kamen am Freitag, 16. Oktober, zur Abschlussveranstaltung ins Bürgerhaus Buse in Bieringen. Eröffnet wurde der Abend von Bieringens Ortsvorsteher Jürgen Kowalski und Projektleiterin Karin Frech von der Stadt Rottenburg.
Bürgermeisterin Manuela Beck hob in ihrem Grußwort besonders das Bürgerauto und den Mittagstisch als Erfolge hervor. Bürgerbeteiligung habe allerdings immer zwei Seiten: Einerseits entstünden viele außergewöhnliche Ideen, andererseits müssten bei deren Umsetzung auch finanzielle Herausforderungen überwunden werden. Beck lobte den großen Einsatz der Bürgerinnen und Bürger und die Zusammenarbeit über Orts- und Generationsgrenzen hinweg. Sie verwies zudem auf die bevorstehenden Gründungen des Bürgervereins „Vier Dörfer – ein Weg“ und eines gesamtstädtischen Stadtseniorenrats.
Die fachliche Beraterin Beate Radzey ließ anschließend die verschiedenen Stationen und Arbeitsgruppen des zweijährigen Beteiligungsprozesses Revue passieren. Eine Besonderheit war die Bürgerbefragung, die nicht mit Fragebögen, sondern in persönlichen Interviews durchgeführt wurde. Zu den Ergebnissen des Projekts zählen ortsübergreifende Bürgertische, eine Vortragsreihe über das gute Leben im Alter sowie Begegnungsangebote wie Kochkurse, Sportgruppen und Lesepatinnen.
Die Ergebnisse sind inzwischen in einer kleinen Dokumentation zusammengefasst, die Ortschaftsrätin Virginie Lehnert vorstellte. An weiteren Ideen für generationenübergreifende Angebote, etwa zur Mediennutzung, zum Kochen und zur Handarbeit, wird noch gearbeitet. Dafür werden weitere ehrenamtliche Helfer gesucht.
Auch bei der geplanten Gründung des Bürgervereins ist Mitarbeit gefragt. Ortsvorsteher Jürgen Kowalski stellte die Vorteile eines solchen Vereins vor und bedankte sich mit Geschenken bei Theresa Böhm, Beate Radzey und Karin Frech für ihr Engagement.
Gefördert wurde der Beteiligungsprozess über das Landesprogramm „Quartier 2030“ im Rahmen der Allianz für Beteiligung. Musikalisch begleitet wurde der Abschlussabend von den „Sauren Kutteln“.

