Ammerbuch: Keine absolute Mehrheit für niemanden

Christel Halm und Andreas Steinacker lagen im ersten Wahlgang der Ammerbucher Bürgermeisterwahl vorn.
Nicht gesetztAmmerbuch. Wahlbeobachter sahen Halm und Steinacker vorn, gefolgt von Reinhold Frank (CDU) und Andreas Fiedler. Dass Halm im ersten Wahlgang rund zehn Prozent mehr Stimmen als Steinacker erreicht, hat doch den einen oder die andere überrascht.
Wahlberechtigt waren 8.943 Ammerbucher, zum ersten Mal durften auch Jugendliche ab 16 Jahren an die Urne. Die Wahlbeteiligung lag bei 56 Prozent.
Mit 1.976 Stimmen (39,7 Prozent) lag die CDU-Kandidatin, Mitglied des Ammerbucher Gemeinderats, Christel Halm vorn, gefolgt von Andreas Steinacker, für die GAL im Gemeinderat. Steinacker erzielte 29,4 Prozent (1.464 Stimmen). Auf Platz drei kam Andreas Fiedler mit 15,8 Prozent (787 Stimmen), Vierter wurde der Stuttgarter CDU-Mann Reinhold Frank mit 13,6 Prozent (679 Stimmen) und auf Platz fünf landete Uwe Bühler mit 1,2 Prozent (60 Stimmen). Den „Nein-Kandidaten“ wählten 13 Ammerbucher (0,3 Prozent).
Steinacker lag nur in Entringen vorn. Dort holte er 41,5 Prozent (566 Stimmen), Halm kam auf 30,8 Prozent (420 Stimmen). In Pfäffingen waren Steinacker und Halm nahezu gleichauf (Steinacker: 32,7 Prozent; Halm: 33 Prozent), während in den übrigen Teilorten Halm stets die Nase vorn hatte. In Reusten kam sie auf 68 Prozent (297 Stimmen), während Steinacker nur 16,5 Prozent (72 Stimmen) einfuhr. Auch in Breitenholz war Halm einsame Spitze: Dort erreichte sie 56 Prozent (164 Stimmen), Steinacker kam auf 15,7 Prozent (46 Stimmen).
Die Ammerbucher mussten die Stimmen von acht Wahllokalen auszählen, zusätzlich noch die Briefwahl. Übertragen wurden die Ergebnisse in die Entringer Turnhalle, wo sich etwa 100 Interessierte am Sonntagabend einfanden. Dort warteten auch die Kandidaten auf das Ergebnis, außer König, der im hohen Norden blieb.
Offiziell wird das Ergebnis des ersten Wahlgangs erst am Montag, wenn der Wahlausschuss getagt hat. Er tagt öffentlich um 9 Uhr im Entringer Rathaus.
Da niemand die absolute Mehrheit von 50 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen erreicht hat, müssen die Ammerbucher abermals zur Urne - und zwar am 16. Februar. Sollte noch jemand Interesse am Ammerbucher Bürgermeisterposten haben: Bewerbungsschluss ist am Mittwoch, 5. Februar, 18 Uhr.