Weihnachtsmarkt
: Dufte Vorfreude aufs Fest

Adventskränze, Punsch, Kerzen mit Aroma, festliche Musik und Kunstgewerbliches gab es beim  37. Pfullinger Weihnachtsmarkt – aber keine Sammlertassen.
Von
Jürgen Herdin
Pfullingen
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37. Pfullinger Weihnachtsmarkt 2024: Der Nikolaus ist da

Der Nikolaus mischt sich unters Volk und hat jede Menge süße Kleinigkeiten für die jungen Besucher des Pfullinger Weihnachtsmarkts in seinen blauen Säcken mitgebracht.

Jürgen Herdin
  • Der 37. Pfullinger Weihnachtsmarkt bot 70 Stände, aber keine Sammlertassen wegen Produktionsproblemen.
  • Nikolaus verteilte Süßigkeiten, Stadt verteilte 600 Geschenkpakete an Kinder und bot Kutschfahrten an.
  • Familien backten Gebäck für drei Markttage, Schulklassen verkauften handgemachte Adventskränze.
  • Vereine boten günstiges Essen an, Erlöse gingen an soziale Projekte.
  • Markt endete mit Musik des Echaztal-Gitarrentrios.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Von der Sonne beschienen waren 70 Stände und Holzbuden am Wochenende rund um den Pfullinger Marktplatz. Die waren bestückt mit allerlei Sachen, die ebenso wie die Musik für festliche Vorfreude sorgten: Es gab heiße Waffeln, gebrannte Mandeln, Glühwein und Punsch – nur die Pötte hierfür fehlten. Buchstäblich nicht alle Tassen im Schrank hat nun die große Pfullinger Sammlergemeinde, denn es gab heuer keine Tassen. Technisches Versagen soll es gewesen sein, weshalb die überaus beliebten Weihnachtsmarkt-Tassen nicht geliefert werden konnten, so der Hersteller. Die Farben der kunstvoll gestalteten Motive, es gibt immer zwei davon, seien bei der Produktion ineinandergelaufen, so lautete die Hiobsbotschaft an die Stadtverwaltung.

Der guten Laune tat dies indes keinen Abbruch. Die Besucherschaft brachte ihre eigenen Haferl mit. Die Stadt verteilte immerhin 600 Päckchen mit kleinen Geschenken an die Kinder. Und sie hatte einen Nikolaus mitsamt zwei stämmigen Rössern vom Egerhof gemietet. Die Pferde zogen die Kutsche, die beladen war mit Leckereien in blauen Beuteln. Und als ob es die Besatzung des Zeppelins aus Friedrichshafen gewusst hätte, was da unten im Echaztal vor sich geht, flog dieser Punkt 14.40 Uhr über die Stadt hinweg. Da stimmten gerade hunderte Kinder auf dem Marktplatz „O Tannenbaum“ an. Denn ohne Vorab-Gesang gibt’s auch in Pfullingen keine Geschenke von dem Mann im roten Mantel mit seinem weißen Rauschebart.

Stockbrot mit den "Royal Rangers"

Beaufsichtigt von den Pfadfindern „Royal Rangers“ grillten Familien auf dem Passy-Platz am offenen Feuer Stockbrot. Dort verkauften Pfullinger Schulklassen wie alle Jahre wieder ihre handgemachten Adventskränze, Kerzen und Gebäck. Damit bessern die jungen Leute ihre Kassen für diverse Ausflüge auf. Ob Rom, Berlin oder die Skiausfahrt: Erneut hatten sich die Familien im Vorfeld fürs Backen von Früchtebrot, Lebkuchen, Vanillekipferln und Zimtplätzchen viel Zeit genommen, denn das Angebot sollte schließlich für alle drei Tage reichen.

Der erste begann am Freitagabend traditionell mit den Bläserklassen der Wilhelm-Hauff-Realschule unter der Leitung von Johannes Falk. Wer fror, konnte danach den Weihnachtsflohmarkt des CVJM im Paul-Gerhardt-Haus besuchen. Budenzauber war angesagt, samt festlich beleuchteter Hütten aus Holz. Die zimmert seit Jahrzehnten der Pfullinger Bauhof und verleiht sie zu den Weihnachtsmärkten an die Händler. Kunsthandwerkliches gab es jede Menge, Krimskrams aus fernöstlicher Massenproduktion bleibt auf dem Markt aus Prinzip außen vor. An den kommerziellen Essensständen waren auch Grillwürste vom Wild zu haben – für stolze acht Euro.

Günstigeren Genuss hatten die Vereine der Stadt im Angebot. Und die waren erneut gut aufgestellt, in jeder Hinsicht. An allen Ecken des 37. Weihnachtsmarkts präsent, servierten sie Schupfnudeln mit Kraut ebenso wie Chili con Carne oder die klassische Currywurst. Joachim Hörmann vom Club  „Roadsoccer United“ und sein 30-köpfiges Gastro-Team lassen sich da nicht lumpen: Seit Jahren schon kaufen sie nicht ganz billige Currysoßenmischungen kübelweise ein, damit die Wurst dann so gut mundet wie das Berliner Original von Konnopke oder „Curry 36“. „Der Erlös geht bei uns immer an soziale Projekte“, so auch an ein Patenkind der Roadsoccer in Uganda, berichtete Hörmann.

Kerzen duften nach sauberer Bettwäsche

Durch die Straßen waberten weihnachtliche Düfte, doch auch Ausgefallenes war zu riechen: Ein Händler aus Reutlingen verpasst seinen handgezogenen Kerzen und anderen Motiven aus Wachs Duftnoten wie Kokosnussbaumwolle, gesalzenes Karamell, „saubere Bettwäsche“ – oder gar „Baby-Puder“. Ganz dufte fanden die Kinder jedenfalls das auf historisch getrimmte Kettenkarussell vor der Martinskirche oder drinnen das Theaterstück „Der gestohlene Tannenbaum“ im Rathaus. Mit festlicher Musik ging der Weihnachtsmarkt am Sonntagnachmittag ins Finale mit einem Platzkonzert des „Echaztal-Gitarrentrios“ am Marktbrunnen.

Nicht alle Tassen im Sammlerschrank: In diesem Jahr gibt es wegen einer Panne keine Pfullinger Tassen auf dem Weihnachtsmarkt.

Nicht alle Tassen im Sammlerschrank: In diesem Jahr gibt es wegen einer Panne keine Pfullinger Tassen auf dem Weihnachtsmarkt.

Jürgen Herdin