Warnstreiks bei der Post
: Auch in Reutlingen kommen heute keine Pakete an

Die Beschäftigten der Post in der Region haben die Arbeit niedergelegt. Sie fordern mehr Lohn und mehr Urlaubstage.
Von
Mathias Grimm
Reutlingen
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Verdi bestreikt Briefzentren der Post

Auch in Reutlingen streikt am heutigen Mittwoch wieder die Post.

Philipp von Ditfurth/dpa (Symbolfoto)
  • Warnstreik bei der Post in Reutlingen; keine Pakete zugestellt.
  • Beschäftigte fordern 7% mehr Gehalt und zusätzliche Urlaubstage.
  • Betroffene Gebiete: städtische Regionen wie Reutlingen und Metzingen.
  • Briefverkehr bleibt ungestört; ländliche Gebiete weniger betroffen.
  • Tarifverhandlungen am 12. und 13. Februar; weitere Streiks möglich.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Post AG gehen in die nächste Runde – und ver.di erhöht den Druck. Am Mittwoch, 5. Februar, haben erneut Beschäftigte in mehreren Regionen Baden-Württembergs ihre Arbeit niedergelegt. Neben Karlsruhe, Stuttgart, Mannheim und Heilbronn auch in Reutlingen. Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent sowie zusätzliche Urlaubstage: Für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden werden drei Tage mehr Urlaub sowie ein zusätzlicher Urlaubstag für ver.di-Mitglieder gefordert.

Nur Pakete betroffen - überwiegend in städtischen Gebieten

Seit den frühen Morgenstunden standen Brief- und Paketzusteller in Reutlingen und Umgebung nicht zur Verfügung. Der Warnstreik wirkt sich spürbar auf die Zustellung aus. Zahlreiche Sendungen bleiben heute liegen - allerdings nur Pakete, der Briefverkehr ist nicht betroffen, wie Jens Hamann, ver.di-Gewerkschaftssekretär für die Region Fils-Neckar-Alb auf Nachfrage erklärt. Ein Großteil der Beschäftigten in Reutlingen habe die Arbeit heute niedergelegt.

Betroffen seien außerdem vorrangig städtische Gebiete wie Reutlingen oder Metzingen, in denen Pakete heute nicht planmäßig ihren Weg zu den Empfängerinnen und Empfängern finden. Weniger vom Streik würden ländliche Gebiete und Vorstädte zu spüren bekommen, sagt Haman.

Die Arbeitgeberseite hat sich bislang wenig kompromissbereit gezeigt. Es gibt keine Bewegung im Tarifkonflikt. Die Deutsche Post AG sieht keine Notwendigkeit für größere Lohnsteigerungen. Die Forderung nach einer siebenprozentigen Gehaltserhöhung und zusätzlichen Urlaubstagen bleibt bestehen. Die Arbeitsbelastung der Beschäftigten ist hoch, was eine faire Entlohnung umso wichtiger macht.

Die dritte Tarifrunde ist für den 12. und 13. Februar angesetzt. Ver.di erwartet, dass die Arbeitgeberseite dort ein verbessertes Angebot vorlegt. Sollte es erneut zu keiner Einigung kommen, sind weitere Streikmaßnahmen nicht ausgeschlossen.

Ob die Warnstreiks den gewünschten Erfolg bringen, wird sich in der kommenden Woche zeigen. Für die Kundinnen und Kunden in Reutlingen bedeutet dies vorerst Verzögerungen in der Zustellung. Der Streik soll dazu beitragen, bessere Arbeitsbedingungen und eine angemessene Vergütung zu erreichen. "Wir erwarten als Reaktion auf unsere Streiks ein vernünftiges Angebot von der Arbeitgeberseite", so Gewerkschaftssprecher Haman.