Warnstreik IG Metall
: Trommeln für 7 Prozent und 170 Euro mehr

Beschäftigte aus mehreren Unternehmen versammelten sich am Mittwochmittag, 6. November, vor dem Betriebsgelände von Wafios in Reutlingen. Ihre Forderungen sind klar – und ebenso, an wen sie gerichtet sind.
Von
Maik Wilke
Reutlingen
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IG Metall Warnstreik Reutlingen Wafios

Hunderte Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie beteiligten sich am Mittwoch am Warnstreik der IG Metall vor dem Betriebsgelände der Firma Wafios in Reutlingen.

Maik Wilke
  • Hunderte Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie streikten am 6. November in Reutlingen.
  • Sie fordern 7% mehr Gehalt und 170 Euro monatlich mehr für Auszubildende.
  • Grund für den Streik: fehlende Kompromissbereitschaft der Arbeitgeberseite.
  • Arbeitgeber behaupten wirtschaftliche Probleme, aber viele Firmen machen weiterhin Gewinn.
  • Beteiligte Firmen: Wafios, Stoll, Burkhardt + Weber, Andritz, Sauter Feinmechanik, Berghof.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer gut ausgebildete Fachkräfte haben möchte, muss auch in die Ausbildung investieren. „Doch stattdessen müssen viele Auszubildende von den Eltern unterstützt werden oder haben im schlimmsten Fall noch einen Nebenjob.“ Für Kai Lamparter, Geschäftsführer der IG Metall Reutlingen-Tübingen, ist daher klar: „170 Euro mehr im Monat für Azubis sind keine übertriebene Forderung, sondern dringend notwendig.“

Der Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie dauert an; am Mittwochmittag, 6. November, versammelten sich Hunderte Beschäftigte mehrerer Unternehmen aus Reutlingen und der Region vor dem Betriebsgelände von Wafios in Reutlingen. Dort standen sie nicht ohne Grund. Martin Holder ist Vorstandsmitglied der Wafios AG und zugleich Vorsitzender der Südwestmetall-Bezirksgruppe Reutlingen. Er sitzt also für die Arbeitnehmer mit am Verhandlungstisch. „Aber er war nicht besonders bestrebt, einen tragbaren Kompromiss für beide Seiten zu finden – und genau deshalb stehen wir jetzt hier“, erklärte Michael Bidmon, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Reutlingen-Tübingen.

„An Überheblichkeit und Ignoranz nicht zu überbieten“

Wie bekannt, fordern die Vertreter der Arbeitnehmer 7 Prozent mehr Gehalt und 170 Euro mehr pro Monat für Auszubildende. Drei Verhandlungsrunden gab es bereits, „aber die Arbeitgeberseite hat es nicht geschafft, auch nur ein Angebot vorzulegen, das den Namen verdient“, sagte Lamparter beim Warnstreik. Das Verhalten bei der letzten Verhandlungsrunde sei „an Überheblichkeit und Ignoranz nicht zu überbieten“ gewesen. Zudem sei es falsch, dass es der Metall-Branche so schlecht gehe, wie aktuell viele Arbeitgeber behaupten. Viele hätten nach wie vor Gewinn erzielt – geben diesen aber nicht an die Beschäftigten weiter.

Am Warnstreik in Reutlingen beteiligten sich Beschäftigte von Wafios, Stoll, Burkhardt + Weber, der Firma Andritz, Sauter Feinmechanik aus Metzingen sowie Berghof aus Eningen.

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