Waldfestival in Eningen: 2000 Menschen feiern bei der Premiere bis die tief in die Nacht

Elf Stunden abtanzen war beim Waldfestival mit seinen 2000 Besuchern möglich, so wie hier im letzten Drittel um Viertel nach Neun.
Jürgen Herdin- Erstes Waldfestival in Eningen lockte 2000 Besucher ins Freibad – ausverkauft am Freitag.
- 11 Stunden Musik auf zwei Bühnen: Rap, elektronische Beats und Hits wie „Who’s that Girl“.
- Festival-Highlight: DJ-Bühne im umgebauten Hummer-SUV, organisiert von Onur Sönmez.
- Essen und Getränke: Foodtrucks, Obst, Burger und ein Sandstrand zum Entspannen.
- Neuauflage am 29. August 2026 angekündigt – Frühbuchertickets bereits verfügbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Bässe wummern bis in die Innereien hinein, heiße Beats gibt es auf gleich zwei Bühnen, elf Stunden lang. Die Menge tanzt ab. Bei „Ohne mein Team“ der Deutsch-Rapper Bonez mc und RAF camora singen die Leute mit, genauso beim Hit „Who’s that Girl“ von Eve. Das alles schlaucht. Beim Pizzabäcker, dem „Foodtrucker“, werden die Schlangen immer länger. Am Kiosk rechts des Eingangs gibt es leckeres Obst und Burger. Auf dem klitzekleinen Sandstrand nebenan stehen Liegen - zum Chillen zwischendurch.
Am Nordhang des Eninger Freibads grüßt das große Schild „Waldfestival“, ein bisschen wie das ikonische „Hollywood“ auf dem Mount Lee nahe Los Angeles. Um ein Uhr am Sonntag endete die Party bei kühlen 13 Grad. Am Samstag feierte das Waldfestival im Freibad Premiere, es kamen 2000 Besucher. Am Freitag gingen die letzten Tickets weg – ausverkauft. Und bereits am Sonntag war die so bunte Homepage der Veranstalter schon wieder geräumt. Auf „Waldfestival.com“ steht jetzt der Hinweis für Frühbucher, zur Neuauflage am 29. August 2026 – mit Tickets zum Schnäppchenpreis.
Musik vom Hummer aus
Das Festival war ein großer Erfolg, das bestätigt schon bei Einbruch der Dunkelheit Veranstalter Onur Sönmez. Der ist im Vorstand der Reutlinger Gastro-Initiative, er betreibt die Disco „Nachtfabrik“ – und ist seit kurzem auch Pächter des Kiosks im Eninger Waldfreibad. Damit stand der Austragungsort fest. Im Minutentakt rufen Leute seines Teams an, es herrscht reger Funkverkehr.
Er habe „ganz gute Kontakte zur Wirtschaft“ erläutert Sönmez lächelnd. Und ohne die Hilfe der Österreicher hätte er diese Riesenparty wohl kaum auf die Reihe gebracht. Doch zusammen mit dem roten „Rindvieh“ entstanden fantastische Synergie-Effekte: Fast überall gab es den Energy-Drink zu kaufen. Außerdem sorgte der Konzern für den „Hummer“, den protzigen SUV aus den USA, der zum Arbeitsplatz für DJs umgebaut wurde.

Musik vom Hummer-SUV aus: Das Dj-Trio (von links) Lerain, Mezz und DeeKay.
Jürgen HerdinÜber 70 Frauen und Männer zählt das Team von Onur Sönmez. Inklusive eines guten Dutzends aufmerksamer Security-Mitarbeiter haben sie für eine effektive Logistik gesorgt, den Andrang von 2000 Festival-Besuchern mit ihren lila Bändeln am Handgelenk gut bewältigt. Wer wollte, musste sich außerdem nicht mit dem eigenen Handy zum Selfie verrenken, an einem Festival-Fotostand war das in Sekundenschnelle viel relaxter erledigt.
Sie heißen Ninetoes, Belvoir Blackflash, Cusher, Globo Loco, oder ganz einfach Mikado. Elektronische Musik legen sie auf, und Gassenhauer zum Mitsingen sind natürlich auch dabei; zum Beispiel gab es den aktuellen Tech House Track „Too Many“ von Tomi & Kesh auf die Ohren. Das alles ist perfekt zum Abtanzen. Die Jungs waren erst am Vorabend aus Santiago de Chile angereist. Und der Oldie von vor 20 Jahren, der Break-Mix „Just a lil bit“ von „50 Cent“ kommt derweil von der „Hummer“-Bühne.
Und vielleicht hat dieses erste Eninger Waldfestival im Freibad auch ältere Semester angelockt. Jedenfalls mischten sich auch einige Gemeinderäte unters Publikum. Denen bleibt jetzt genau ein Jahr Zeit, sich ja womöglich mit dieser Musik und deren Lautstärke vertrauter zu machen – samt den wummernden Bässen, die gefühlt bis tief in die Innereien vordringen. Denn es ist beschlossene Sache, dass es am 29. August 2026 zu einer Neuauflage kommt.
