Verbrechen in Reutlingen
: Mann aus Fenster gestoßen und vergewaltigt

Alkohol und Drogen sollen im Spiel gewesen sein, bevor das Opfer aus sieben Metern Höhe stürzte. Anschließend soll ein 30-Jähriger den lebensgefährlich Verletzten vergewaltigt haben. Der Prozess um die Tat in einem Reutlinger Wohnheim für Geflüchtete soll kommende Woche in Tübingen beginnen.
Von
dpa
Reutlingen/Tübingen
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Das Schwurgericht am Landgericht Tübingen verhandelt bald einen Fall wegen versuchten Totschlags.

Marijan Murat/dpa
  • Prozess gegen 30-Jährigen in Tübingen wegen versuchten Totschlags und Vergewaltigung.
  • Opfer stürzte nach Fensterstoß aus sieben Metern Höhe und wurde schwer verletzt.
  • Tat ereignete sich 2022 in einer Flüchtlingsunterkunft in Reutlingen.
  • Täter floh, wurde nach tagelanger Suche in Hamburg festgenommen.
  • Fünf Verhandlungstermine angesetzt, Urteil wird Ende Oktober erwartet.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Weil er einen Mann aus einem Fenster gestoßen und anschließend vergewaltigt haben soll, wird einem 30-Jährigen der Prozess gemacht. Es geht unter anderem um den Vorwurf des versuchten Totschlags, wie das Landgericht Tübingen mitteilte. Das Schwurgericht habe fünf Termine ab kommenden Montag (13. Oktober) angesetzt. Ein Urteil könnte Ende Oktober fallen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im vergangenen Jahr an einem Novemberabend das Opfer in Tötungsabsicht mit beiden Händen durch das Fenster gestoßen zu haben. Der andere Mann sei aus etwa sieben Metern zu Boden gefallen. „Anschließend soll der Angeklagte das lebensgefährlich verletzte Opfer, das den Angriff überlebte, vergewaltigt haben.“

Tagelange Flucht – Festnahme in Hamburg

Polizei und Staatsanwaltschaft hatten damals mitgeteilt, der 24 Jahre alte Bewohner einer Reutlinger Flüchtlingsunterkunft habe in seinem Zimmer mit einem ihm bekannten Besucher Alkohol und Marihuana konsumiert. Der Besucher habe den 24-Jährigen dann hinausgestoßen.

„Zeugen kamen dem Schwerverletzten zu Hilfe, worauf der Täter von ihm abließ und flüchtete“, hieß es in einer Mitteilung. Ein Security-Mitarbeiter alarmierte die Polizei. Diese nahm den Tatverdächtigen gut eine Woche später bei einem Angehörigen in Hamburg fest. Er kam in Untersuchungshaft.