Über 200.000: Doch noch viele Badegäste im Freibad Reutlingen

Juli und August retteten dem Freibad Markwasen die Saison.
Stadtwerke ReutlingenDer Herbst hält Einzug, die Freibadsaison im Wellenfreibad geht zu Ende: Am Sonntag, 15. September, können die letzten Bahnen geschwommen werden. Mit rund 209.000 Gästen von Mai bis September war die Saison geprägt von Wetterextremen, Personalschwierigkeiten und kulturellen Höhepunkten. Auch wenn das Wellenfreibad nicht an die Rekordbesucherzahlen von 2022 herankam, als über 225.000 Menschen das Bad besuchten, zeigte sich im Vergleich zum durchwachsenen Sommer 2023 ein deutlicher Anstieg. Die Besucherzahl lag klar über den 185.000 des Vorjahrs, das ebenfalls von unbeständigem Wetter geprägt war.
Weil der Sommer in Mai und Juni kühl und regnerisch begann, kamen zunächst etwa 35.000 weniger Besucher als im Juni des Vorjahres. Doch der heiße Juli und der beständige August konnten das kompensieren. So kamen im Juli 72.000 und im August 79.200 Gäste ins Bad, wobei der 29. Juni mit 8247 Besuchern den Höhepunkt markierte.
Lichtblicke beim Personal
Der Fachkräftemangel, der in den vergangenen Jahren für verkürzte Öffnungszeiten und temporär für den Wegfall des Frühschwimmens sorgte, war auch 2024 ein Thema. Doch dann entspannte sich die Lage. „Wir haben zwei neue Fachkräfte gewonnen, was ab dem 1. Juni wieder durchgängige Öffnungszeiten von 6.30 bis 20 Uhr ermöglichte“, berichtet Necdet Mantar, Bereichsleiter der Reutlinger Bäder. Dennoch bleibt die Personalsuche auch fürs kommende Jahr eine zentrale Herausforderung. „Sofern keine unvorhersehbaren Ausfälle auftreten, planen wir mit regulären Öffnungszeiten. Aber wir halten auch Kontakt zu externen Dienstleistern, um im Bedarfsfall reagieren zu können“, sagt Mantar.
Besonders der August habe mit stabilen Wetterlagen dazu beigetragen, die Verluste aus dem verregneten Mai und Juni auszugleichen. Trotzdem blieb die Saison wettertechnisch unberechenbar. So lag die durchschnittliche Besucherzahl pro Tag bei 1596 Personen, also etwas unter dem Vorjahr: Im Schnitt besuchten 2023 durchschnittlich 1380 Gäste das Freibad. Kreativer Höhepunkt war das Theaterprojekt „Ins Blaue“, das in Zusammenarbeit mit dem Tonne-Theater das Bad in eine bunte Bühne verwandelte.
Auf technischer Seite blieb das Freibad auch 2024 gut aufgestellt: Seit über 20 Jahren sorgen beispielsweise Abdeckungen auf den Becken in den Nachtstunden dafür, dass der Wärmeverlust minimiert und somit Energie eingespart wird. „Diese Maßnahmentragen seit Jahren dazu bei, dass wir trotz steigender Energiepreise effizient arbeiten können“, erklärt Mantar.
