Silvesterbilanz Polizei: Viel Arbeit für die Rettungskräfte in der ersten Nacht des neues Jahres

In Feier- und Feuerwerkslaune: Während die Reutlinger das neue Jahr bunt und laut begrüßten, gab es für Polizei und Rettungskräfte zahlreiche Einsätze.
Ralf Ott- Rund 400 Einsätze in der Silvesternacht für Polizei und Rettungsdienste in Reutlingen und Umgebung.
- Brände durch Feuerwerkskörper verursachten Schäden an Hecken, Möbeln und einem Balkon.
- Zwei Jugendliche schwer verletzt, Sachschaden von rund 30.000 Euro bei einem Balkonbrand in Sondelfingen.
- Eninger Feuerwehr verzeichnete fünf Einsätze, darunter ein Heckenbrand mit Gefahr für ein Gebäude.
- Ein dreijähriges Kind wurde bei einem Verkehrsunfall auf glatter Straße leicht verletzt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Polizei und Rettungsdienste waren zum Jahreswechsel erneut gefordert. Nach Angaben des Polizeipräsidiums kam es in der Silvesternacht in allen vier Landkreisen im Zuständigkeitsgebiet des Polizeipräsidiums (Landkreise Reutlingen, Tübingen, Esslingen und Zollern-Alb) zu rund 400 Einsätzen.
Hierbei handelte sich bei einer Mehrheit der polizeilichen Einsätze um Ruhestörungen, Streitigkeiten, Sachbeschädigungen und Ordnungsstörungen. Zudem wurden mehrere Körperverletzungsdelikte angezeigt und aufgenommen. Schwere Straftaten im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel wurden nicht bekannt.
Mehr als 80 kleinere Brände, die zumeist auf einen falschen Umgang mit Feuerwerkskörpern zurückzuführen waren, wurden von den Feuerwehren gelöscht. Hierbei kamen verschiedentlich Hecken, Bäume, Altkleidercontainer, ein Dixie-Klo und teilweise Gartenmöbel zu Schaden.
Brand auf einem Balkon verursacht hohen Sachschaden
Zwei Jugendliche verletzten sich im Umgang mit Feuerwerkskörpern schwer und mussten jeweils in Kliniken gebracht werden. „In der Gesamtschau verlief der Jahreswechsel im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen arbeitsintensiv, aber ohne herausragende Vorkommnisse“, heißt es in der Mitteilung der Polizei zur Silvesterbilanz.
Sachschaden in Höhe von circa 30.000 Euro verursachte ein Brand, der am frühen Neujahrsmorgen in Sondelfingen ausgebrochen ist. Gegen 0.30 Uhr teilte ein Anwohner mit, dass aus einem Hochhaus im Grenzweg heraus Feuerwerkskörper auf die vor dem Anwesen geparkten Fahrzeuge geworfen werden.
Gesamtes Hochhaus muss geräumt werden
Beim Eintreffen der ersten Polizeistreife stellten die Beamten fest, dass ein Balkon in einem oberen Stockwerk in Vollbrand stand. Die alarmierte Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen und 23 Einsatzkräften vor Ort, räumte das gesamte Objekt und konnte den Brand löschen.
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass ein Feuerwerkskörper auf dem Balkon landete und diesen, sowie die angrenzende Küche, in Brand setzte. Die 84-jährige Wohnungsinhaberin gelangte rechtzeitig zu ihrer Nachbarin und blieb unverletzt. Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zum Feuerwerkswerfer, werden durch den Polizeiposten Reutlingen Nord geführt.
Die Eninger Feuerwehr verzeichnete für die Silvesternacht insgesamt fünf Einsätze, wie Stefan Göppinger, der für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, mitteilte. Im Vergleich zum Jahreswechsel von vor einem Jahr war dies ein Einsatz mehr.
Um 23.55 Uhr wurde ein Brand an einem Gebäude gemeldet. Vor Ort hatte eine hohe Hecke Feuer gefangen, wobei die akute Gefahr eines Übergreifens auf das direkt angrenzende Gebäude bestand. Mit zwei Rohren konnte der Brand bekämpft und ein Übergreifen verhindert werden.
Zwischen 1.34 Uhr und 2 Uhr kam es zu drei Kleinbränden von Mülleimern oder der Vegetation, die rasch gelöscht werden konnten. Um 2.58 Uhr unterstützte die Feuerwehr schließlich den Rettungsdienst bei einem medizinischen Einsatz, indem die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet wurde. Es sind keine Übergriffe auf Einsatzkräfte der Feuerwehr bekannt.
Kind bei Unfall infolge Straßenglätte leicht verletzt
Bereits am Mittwochnachmittag wurde ein dreijähriges Kind bei einem Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 312 verletzt. Gegen 15.15 Uhr war die Familie mit ihrer Mittelklasse-Limousine von Pfullingen in Richtung Unterhausen unterwegs, als der Pkw aufgrund von Glätte von der Fahrbahn abkam und letztlich an einer abfallenden Böschung zum Stehen kam. Das Kind wurde vom Rettungsdienst vor Ort erstversorgt und anschließend zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.
Die weiteren Insassen blieben unverletzt. Ein Fremdschaden entstand nicht. Der Pkw war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Während der Unfallaufnahme wurde der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeleitet.
