Das neue Jahr begann für die Berufsfeuerwehr Reutlingen um 0.15 Uhr mit der Auslösung der Brandmeldeanlage eines Möbelhauses in der Schieferstraße. Noch während die Einsatzkräfte hier gebunden waren, musste die Abteilung Stadtmitte zu einem Kleinbrand in der Christophstraße ausrücken.
Um 0.38 Uhr ereignete sich der größte Einsatz in der Silvesternacht in der Stadt Reutlingen. Aufgrund zahlreicher Anrufe entsandte die Leitstelle ein Großaufgebot an Rettungskräften von Feuerwehr und Rettungsdienst in den Bereich Hofstattstraße/Wilhelmstraße (hinter der Müller-Galerie). Dort stand ein Abfalllager im Vollbrand. Der Brand drohte auf das gesamte Gebäude wie auch die Nachbargebäude überzugreifen.

Mehrere Wohnungen wurden evakuiert

Der Besatzung des in dieser Nacht vorsorglich von der Feuerwehr in der Altstadt stationierten Löschfahrzeuges gelang es, den Brand auf seinen Entstehungsort zu begrenzen. Die weiteren Kräfte führten die betroffenen Personen aus ihren Wohnungen und kontrollierten die angrenzenden Gebäude. Umfangreiche Entrauchungsmaßnahmen und die Beseitigung eines Wasserschadens in den angrenzenden Geschäftshäusern zogen diesen Einsatz in die Länge. Im Einsatz waren hier rund 55 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr sowie der Abteilungen Stadtmitte und Betzingen.
Noch während dieses Einsatzes mussten weitere Kräfte der Abteilung Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr um 0.47 Uhr einen Brand einer Hecke in der Königsberger Straße bekämpfen. Hinzu kam gegen 1.30 Uhr die Meldung über einen Dachstuhlbrand in der Reutlinger Straße in Sondelfingen. Erneut entsandte die Leitstelle ein Großaufgebot an Einsatzkräften von der Berufsfeuerwehr und den Abteilungen Stadtmitte, Sondelfingen, Rommelsbach und Reicheneck. Freiwerdende Einsatzkräfte wurden zudem von der Einsatzstelle an der Wilhelmstraße abgezogen. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um einen Kaminbrand handelte, der rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Gegen 2 Uhr musste ein Gully in der Friedhofstraße in Sondelfingen kontrolliert werden, aus dem Wasser herausquoll. Diese Einsatzstelle wurde an die Stadtentwässerung Reutlingen (SER) übergeben. Um 2.47 Uhr wurde der Berufsfeuerwehr ein brennender Mülleimer gemeldet. Auch dieser Einsatz erforderte umfangreiche Maßnahmen, da bereits die Fassade des Gebäudes zu brennen begonnen hatte und das Gebäudeinnere verraucht war.

Viele Einsätze vor dem Abend

Um 4.19 Uhr musste dann die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Ohmenhausen zu einem brennenden Müllbehälter in der Brühlstraße ausrücken. Auch hier konnten die Einsatzkräfte gerade noch verhindern, dass sich der Brand im Keller des angrenzenden Gebäudes ausbreitete.
Bevor in der Nacht Einsatz auf Einsatz folgte, gab es bereits am Samstagmorgen des 31. Dezember erste Einsätze. Bereits gegen 9.30 Uhr wurde die Feuerwehr Reutlingen zu einem Wasserrohrbruch in der Täleswiesenstraße gerufen. Zwei Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr konnten das Problem durch Abstellen der Wasserversorgung lösen.
Um 10.20 Uhr musste die Freiwillige Feuerwehr Abteilung Mittelstadt zu einer Ölspur ausrücken. Hier wurden jedoch nur einige Öltropfen aufgefunden. Die Abteilung Mittelstadt war kurz nach 16 Uhr wieder gefordert, da ein Müllbehälter in der Heerstraße in Brand geraten war. Anwohner hatten den Brand bereits abgelöscht, der Müllbehälter wurde von der Feuerwehr abgekühlt und vollends gelöscht.

Holzofen außer Kontrolle

Kurz nach 17 Uhr wurden die Berufsfeuerwehr und die Abteilung Betzingen in die Brucklacherstraße alarmiert, weil ein Holzofen außer Kontrolle geraten war und eine Wohnung verraucht hatte. Nach kurzen Lüftungsmaßnahmen konnten die Einsatzkräfte wieder einrücken.
Um 20.18 Uhr löste eine Brandmeldeanlage in der Lindachstraße aus. Zu dieser Einsatzstelle eilten wiederum die Abteilung Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr zusammen mit der Berufsfeuerwehr. Ursache für die Auslösung des Alarms waren Feuerwerkskörper.