Schlösslepark-Fest in Pfullingen: Kochlöffel so groß wie Kanu-Paddel

Da jubelte das Bühnenvolk: Gekrönt von Blumen aus Sachsen benötigte Pfullingens Bürgermeister Stefan Wörner beim Fassanstich lediglich einen Schlag.
Jürgen Herdin- Schlösslespark-Fest in Pfullingen: voller Park, kurzer Auftakt mit Rekorden.
- Bürgermeister Stefan Wörner zapfte mit einem Schlag – Formalien in fünf Minuten.
- Gäste aus Passy reisten mit Riesenküchen an und servierten Tartiflette.
- Vereine boten Essen, Getränke und Musik von Pop bis Volksmusik.
- Besuch aus Lichtenstein: Rosenprinzessin Anna Lena mit zwei Hofdamen vor Ort.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die überaus große Feierlaune zum Ferienende war spürbar, die meisten Bänke waren schon zu Beginn des Fests gut besetzt. Und das brachte die Veranstalter dazu, einen Auftakt in neuer Rekordzeit hinzulegen – also nur keine langen Reden: Böllerschüsse, die bis nach Reutlingen zu hören waren, knackig kurze Ansprachen – und eine Rosenprinzessin aus Sachsen, die Pfullingens Bürgermeister Stefan Wörer einen Blumenkranz aufs Haupt platzierte. Es folgte dessen Fassanstich, ein Schlag genügte. Auch das war neuer Rekord. Kurz: Alle „Formalien“ waren am Freitagabend in nur fünf Minuten abgefeiert.
Die Delegation aus der französischen Partnerstadt Passy zählte 46 Leute, die zum Schlösslespark-Fest zusammen mit der Komitee-Vorsitzenden Catherine Parcevaux Fivel angereist waren. Die Stadt liegt in Hochsavoyen, nahe Chamonix am Fuße des Montblanc – und dort gibt es bekanntlich gutes Essen. Die mitgeführten Küchenutensilien waren ebenfalls rekordverdächtig. Der Bus war frachtguttauglich, hatte in seinem Bauch auch Platz für zwei riesige Pfannen samt blitzblank polierten Edelstahldeckeln und Holzlöffeln, die Kanu-Sportler auch als Paddel nutzen können.
In jeder Hinsicht „Grand Cuisine“: die Tartiflette
Würziger Reblochon-Käse, Kartoffeln, geräucherter Speck, Zwiebeln, Sahne, Weißwein: Der legendäre Auflauf „Tartiflette“ kam gut an, zumal der so hoch gelobte und beliebte Käse in hiesigen Geschäften nur selten zu finden ist. Einen solchen Aufwand betreiben die französischen Freunde nicht immer, doch 2026 ist schließlich das 40. Partnerschafts-Jubiläum.
Die Pfullinger Vereine hatten zum großen Hock im Park zwischen Echaz und Eierbach Gegrilltes und Geschmortes im Angebot, Wurstiges, Vegetarisches, Bier, Wein und Cocktails; dies für eine laue Nacht mit Ausschank bis halb eins. Die Pfullinger Gemeinschaft musizierender Vereine war als Veranstalter mit über 100 Helferinnen und Helfern präsent. Die sorgten auch in Sachen Kaffee und Kuchen dafür, dass prompt bedient und geliefert wurde.
Der Liederkranz Pfullingen, der Musikverein Stadtkapelle Pfullingen, der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Pfullingen, der Spielmanns- und Schalmeienzug und der Trachtenverein Echaztaler brachten musikalisch viel Abwechslungsreiches mit, so auch den jungen Liederkranz-Chor fortissimo. Dessen Frauen hatten, passend zum spätsommerlichen Wetter, „Lillet Wild Berry“ ebenso auf der Karte wie „sanften“ Rosé-Wein und fruchtigen Weißen.
Royaler Besuch aus Lichtenstein
Royalen Besuch gab es an den Ständen von der im Juni gekrönten Rosenprinzessin Anna Lena aus Pfullingens Partnerstadt Lichtenstein. Sie hatte vom Fuße des Erzgebirges auch zwei ihrer Hofdamen mitgebracht, Emily und Everlie. Und noch ein Rekord: „So schnell waren wir noch nie hier“, berichtete ein Bus-Passagier aus Passy. Keine sechs Stunden hatten sie für die mehr als 500 Kilometer gebraucht.
Zu Fuß waren die meisten Gäste aus Pfullingen an den drei Tagen in den Schlösslespark gekommen. Und die durften erfahren, dass die veranstaltenden Vereine neben dem kulinarischen auch ihr musikalisches Versprechen eingelöst hatten. Für jeden Geschmack war beim geselligen Highlight zum Ende der Sommerferien etwas dabei: Pop-Songs, Rock, Schlager, alpenländische Volksmusik, Gesang, Tanz und Schuhplattler. Und für jede Menge Gesprächsstoff war auch gesorgt. Die Trigger-Frage lautete: „Na, wie war’s bei Euch im Urlaub?“
