Romina zieht positive Bilanz
: Schwäbischer Sprudel beliebt wie nie

Nach einer Absatzdelle im Jahr 2021 verbucht Romina Mineralbrunnen 2022 wieder positive Absatz- und Umsatzergebnisse. Neue Produkte und neue Logistikfläche; Marke „Silber-Brunnen“ mit bestem Marktergebnis.
Von
swp
Rommelsbach
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Die Produkte der schwäbischen Sprudelmarke Silber-Brunnen hatten sich bereits in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich entwickelt. 2022 konnten sie nochmals um 6 Prozent zulegen.

Maik Wilke

Romina Mineralbrunnen erzielte 2022 ein positives Ergebnis unter erschwerten Marktbedingungen. Der Gesamtausstoß in Flaschen stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 4 Prozent und führte zu einem Zuwachs im Bruttoumsatz (+ 9 Prozent). Dabei zeigten die beiden Marken Eiszeit-Quell und Silber-Brunnen in Summe eine starke Performance und erzielten ein Absatzplus von 4 Prozent. Das erklärt das Unternehmen selbst in einer Pressemitteilung.

Mit diesem Ergebnis hatte die Geschäftsführung aufgrund enormer Teuerungsraten für nahezu alle notwendigen Zutaten, Hilfsstoffe, Verpackungen und Produktionsmaterialien sowie einem historisch schlechten Konsumklima nicht gerechnet. Umso erfreulicher war es, dass sich unter diesen Bedingungen viele Verbraucherinnen und Verbraucher für Produkte des Reutlinger Mineralbrunnen entschieden haben.

PET wieder im Aufwind – aber umweltfreundlich

Nach Jahren der Zuwächse bei Verpackungen aus Glas legten 2022 die zuletzt unter Druck geratenen PET-Flaschen wieder zu. Die Zahl der Füllungen von Eiszeit-Quell in PET stieg insgesamt um 7 Prozent, in PET-Einweg sogar um knapp 20 Prozent. Romina bewertet das als bemerkenswertes Ergebnis, da sich das Unternehmen bereits auf einem hohen Niveau bewegt hatte. Als einer der ersten Mineralbrunnen Deutschlands stellte Romina 2019 das gesamte Sortiment auf PET-Flaschen aus 100-Prozent-Recyclingmaterial um. Seither rangierte der Absatz von Eiszeit-Quell in PET-Flaschen über dem Branchendurchschnitt und konnte die allgemeinen PET-Rückgänge abfedern.

Einen nennenswerten Anteil an der neuen Beliebtheit von PET-Flaschen hat das Sortiment der 0,5-Liter-Flaschen. „Kleine PET-Flaschen bieten sich als praktische Begleiter für Freizeitaktivitäten an, die nach dem Ende der Corona-Maßnahmen wieder stattfinden konnten“, schreibt das Unternehmen. Mit Kleingebinden von Eiszeit-Quell und Silber-Brunnen konnte Romina auf zweistellige Zuwachsraten blicken.

Junge Zielgruppen ansprechen

Das trifft auch auf die Süßgetränke von Eiszeit-Quell in 0,5-Liter-PET zu: Mit dem Relaunch der Etiketten präsentieren sich seit Anfang 2022 sowohl Eiszeit-Quell Bio Schorle als auch Eiszeit-Quell Feine Limo in einem modernen Design, das insbesondere neue und junge Zielgruppen ansprechen soll. „Dieser Plan ist aufgegangen. Seit dem Relaunch haben beide Eiszeit-Quell-Varianten im Vorjahresvergleich um fast ein Drittel zugelegt.“

Silber-Brunnen so stark wie nie zuvor

Die Produkte der schwäbischen Sprudelmarke Silber-Brunnen hatten sich bereits in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich entwickelt. 2022 konnten sie nochmals um 6 Prozent zulegen, überstiegen deutlich die Marke von 50 Millionen Füllungen und erzielten damit das beste Absatzergebnis seit Bestehen von Silber-Brunnen.

Mit Zitrone kommt an

Als Wachstumstreiber Nummer eins bewährte sich die 2021 eingeführte Sprudelsorte von Silber-Brunnen „mit a bissle Zitrone“, die von Anfang an sämtliche Absatzerwartungen übertraf. Zusätzlich erwiesen sich die beliebte Sammelaktion für das vierteilige Gläserset mit den schwäbischen Nationalhelden „Äffle & Pferdle“ sowie die „schwätzenden Etiketten“ als Kundenmagnet.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der unerwartet gute Ergebnisse brachte und das Niveau entsprechend gehoben hat, bewegen sich die Absatzzahlen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres deutlich unter diesem Level: Über alle Produkte hinweg hat Romina in der ersten Hälfte des Jahres 2,1 Prozent weniger Flaschen abgefüllt. Beim Bruttoumsatz relativiert sich dieses Ergebnis, er liegt Stand 31. Mai 2023 bei plus 4,2 Prozent.

Ob hier eine dauerhafte Veränderung des Kaufverhaltens aufgrund politisch bedingter Verunsicherung samt Inflation vorliegt, könne noch nicht abschließend beurteilt werden. Romina musste 2022 und auch 2023 seine Preise verändern. Mit Blick auf die Ladenverkaufspreis-Entwicklung wurden die enormen Kostenerhöhungen nicht vollumfänglich weitergegeben. „Leider ist diese Zurückhaltung von einigen Handelsketten genutzt worden, um Artikel im Preis anzuheben, die von Romina gar nicht verändert wurden“, erklärt das Unternehmen. Dadurch werde der Spielraum zur Weitergabe der bereits ins Haus stehenden neuen Kostensteigerungen aus einem ungewöhnlich hohen Tarifabschluss, Lkw-Maut und CO2-Abgabe weiter verengt.

Da die traditionell umsatzstärksten Monate über den Sommer in dieser Zwischenbilanz noch nicht enthalten sind, ist die Entwicklung des ersten Halbjahres für Romina nur ein „Pegelstand“, der sich erfahrungsgemäß im Laufe des Jahres noch deutlich verschieben wird.

Logistik besser abwickeln

Wie schon im letzten Jahr berichtet, plant Romina eine Erweiterung des Logistikbereichs um die Bruttofläche von 6500 Quadratmetern. Neben Grünanlagen wird eine neue Lager- und Verkehrsfläche von 4500 Quadratmetern entstehen. Ziel ist es, das hohe Aufkommen an Lieferverkehr besser abwickeln zu können und die in Spitzenzeiten durch bis zu 80 Lastwagen beanspruchten Anliegerstraßen zu entlasten. Auf der geplanten Fläche sollen Parkplätze für bis zu 15 Lastwagen entstehen, ebenso sanitäre Anlagen für die Fahrer.

Die Ergebnisse einer Reihe von Gutachten, unter anderem ein Lärmgutachten, liegen vor und untermauern die Machbarkeit. Die finale Genehmigung durch die Behörden steht momentan noch aus, sollte aber in Kürze erfolgen. Vorbehaltlich der finalen Baufreigabe durch die Behörden, können die Bauarbeiten Ende 2023 beginnen.