Reutlingen · Reportageschule
: Trennung von Zeitenspiegel

Die Reutlinger Journalistenausbildung wird mit neuen Beratern anders ausgerichtet.
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dem
Reutlingen

Archivbild: ST

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Die Reportageschule der VHS Reutlingen trennt sich Ende September nach 14 Jahren von der Reportergemeinschaft Zeitenspiegel. „Man hat sich etwas auseinandergelebt“, sagt VHS-Sprecher Stefan Junger. Zeitenspiegel vermittelte vor allem die Kontakte zu Referenten in ganz Deutschland. Das Verhältnis habe sich schleichend verschlechtert, schrieb Schulleiter Philipp Maußhardt an Absolventen. Auch finanzielle Fragen hätten zur Trennung geführt.

Auf diese Entwicklung reagierte Ex-Porsche-Kommunikationschef Anton Hunger mit Unverständnis und trat als Kuratoriumsvorsitzender der Schule zurück. Im Kuratorium sitzen elf Unternehmer, Wissenschaftler sowie Journalisten und beraten bei wirtschaftlichen und konzeptionellen Fragen. Der frühere „Spiegel“-Reporter Cordt Schnibben ist neu im Kuratorium.

Die Reportageschule will sich nun konzeptionell neu ausrichten und deutschlandweit besser positionieren, erklärt Junger. Dafür wurden Heike Faller und der Reutlinger Reporter Wolfgang Bauer (beide „Die Zeit“) sowie Michael Obert von der Reporter-Akademie Berlin geholt. Kern des neuen Konzepts: Dozentinnen und Dozenten vermitteln ihren Lehrinhalt sowohl in Form von Online-Tutorials und Video-Konferenzen als auch in Präsenz-Workshops.

Ähnlich einer Redaktion sind die 12 bis 15 Studierenden über das gesamte Jahr in die Produktion von Texten eingebunden. Der nächste Journalisten-Jahrgang beginnt nun nicht im Oktober, sondern erst im Januar bei der Reutlinger Reportageschule. Deren 12-monatige Ausbildungszeit orientiere sich künftig am Kalender- und nicht mehr am Schuljahr, sagt Junger.