Neigschmeckt-Markt in Reutlingen
: Honig, Habanero und viel Handwerk

Schlendern in Planie und Stadtgarten: Beim Neigschmeckt-Markt in Reutlingen locken Hot Sauces von „Schärfegrad“, Korbwaren und regionale Spezialitäten. Die Organisatoren sind mit der Besucherzahl und der Auswahl sehr zufrieden.
Von
Maik Wilke
Reutlingen
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Neigschmeckt Neigschmeckt-Markt Reutlingen 2026 Stadtgarten

Susanne Binder nutzte den Neigschmeckt-Markt in Reutlingen nicht nur, um ihre Korbwaren zu verkaufen, sondern nahm sich gerne Zeit, um interessierten Besuchern ihr Handwerk näherzubringen.

Maik Wilke
  • Neigschmeckt-Markt in Reutlingen: Viele Manufakturen, reger Besuch und entspanntes Schlendern.
  • Hot-Sauce-Stand „Schärfegrad“: bis zu 40 % Chili, eigene Anzucht von über 50 Sorten.
  • Verkostungen lockten: Lavendelhonig, regionaler Käse, Wildwurst und Prosecco im Angebot.
  • Korbmacherin Susanne Binder zeigte ihr Handwerk und erklärte es interessierten Kindern.
  • Eintritt 5 Euro sorgte teils für Diskussion – Organisatoren verteidigen unveränderte Preise.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Wahl der richtigen Chilisorte ist entscheidend – und die Auswahl ist groß. Mehr als 50 unterschiedliche Sorten pflanzt Esther Briesemeister für ihre Hot Sauces selbst an. „Diese Mühe machen sich die wenigsten Anbieter. Wir machen aber gerne alles selbst, vom Anbau bis zur Produktion“, sagt Briesemeister. Und ihre Leidenschaft schmeckt man, beispielsweise in der Habanero-Kirsch-Sauce ihrer Marke „Schärfegrad“.

Zunächst legt sich die Habanero auf die Zunge und sorgt für Hitze, aber nicht lange. Dann kommt mehr und mehr die Frucht durch. Schärfe ohne Geschmack ergibt eben wenig Sinn. Und im Vergleich zu Massenware, die teils aus zwei Prozent Chili besteht, liegt der Chilianteil in den Hot Sauces von Briesemeister bei bis zu 40 Prozent. „Es kommt nur das rein, was wirklich nötig ist. Das sieht man auch an unseren kurzen Zutatenlisten.“

Viele Manufakturen sorgen für eine breite Auswahl

Briesemeister und ihr „Schärfegrad“ aus Wolfschlugen war eine von vielen Manufakturen beim Neigschmeckt-Markt am Sonntag in Reutlingen. Die vielen Besucherinnen und Besucher flanierten entlang der Allee, kosteten Lavendelhonig, regionalen Käse und Wildwurst. Gemütliches Schlendern und Shoppen im schönen Ambiente in der Planie und im Stadtgarten – und einfach ein paar Stunden, um den Sonntag zu genießen. „Sollen wir einen Prosecco trinken?“ fragte gegen 12 Uhr eine ältere Dame ihre Begleiterin. Oder war es dafür noch zu früh? Nach kurzer Beratung hatten sie sich entschieden und standen am Stand von Kali Events Food an.

Fleißig war Susanne Binder. Die staatlich geprüfte Korbmacherin aus Heudorf am Bussen nutzte den Neigschmeckt-Markt nicht nur, um ihre Korbwaren zu verkaufen, sondern nahm sich gerne Zeit, um interessierten Besuchern ihr Handwerk näherzubringen. Einem kleinen Jungen erklärte sie geduldig, was sie da gerade macht.

Für etwas Diskussion sorgte lediglich der Eintrittspreis von 5 Euro. Nicht unbedingt bei den Besucherinnen und Besuchern, sondern bei manchen Standbetreibern. Schließlich sollen die Kunden vor allem für ihre Produkte Geld ausgeben und nicht von einem Eintrittspreis abgeschreckt werden. Allerdings ist der Eintrittspreis auch nicht neu, und blieb vom letzten auf dieses Jahr unverändert, wie Organisator Stefan Merkel betont. „Wenn man vergleicht, was in den vergangenen Jahren alles deutlich teurer geworden ist, sind unsere Preise fair. Wir haben weder den Eintrittspreis noch die Standgebühren für die Aussteller erhöht.“ Merkel selbst kommt mit „Schwabenketchup“ seit zehn Jahren auf den Markt und er habe vor Jahren höhere Gebühren zahlen müssen als die heutigen Standbetreiber. „Und ohne Eintrittspreis kann es keinen Neigschmeckt-Markt geben. So ehrlich muss man sein.“

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    Esther Briesemeister (rechts) pflanzt für ihre Hot Sauces mehr als 50 unterschiedliche Chilisorten an.

    Maik Wilke
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    Der Stadtgarten zeigt immer wieder, welch schönes Ambiente er für Events wie den Neigschmeckt-Markt bietet.

    Maik Wilke
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    Auch musikalische Unterhaltung gab's beim Neigschmeckt-Markt.

    Maik Wilke
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    Wer für den Sommer noch einen Hut brauchte, war bei „Der Hut mit dem Dreh“ richtig.

    Maik Wilke
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Organisatoren mit Besucherzahl zufrieden

Und die meisten Besucher sehen den Eintritt wohl als fair an. Die Allee der Planie füllte sich am Mittag immer mehr und auch Merkel war sehr zufrieden. „Wir sind sehr zufrieden. Vor allem wenn man bedenkt, dass es am Morgen noch in Strömen regnete.“

Die entspannte Stimmung der Besucher nutzten auch viele Institutionen und Vereine, um auf ihre Interessen aufmerksam zu machen. Ob Nabu, Listhof und das Biosphärengebiet für Natur- und Umweltschutz, oder die „Innovation Lounge“, die ein Netzwerk für kreative Ideen bilden möchte. Reutlinger Essig, Schwabenketchup, Gsälz sowie Poloshirts von Albdraufgänger, Seifen und Kosmetik: Für die Reutlingerinnen und Reutlinger bot der Neigschmeckt-Markt in Planie und Stadtgarten erneut eine breite Auswahl, um in gemütlicher Atmosphäre zu stöbern, Neues auszuprobieren und das ein oder andere Produkt mit nach Hause zu nehmen.