Mit Ponys Fienchen und Henry: Reitharmonie Reutlingen protestiert gegen Pferdesteuer

Tatjana Berggötz (links), ihr Team der Reitschule Reitharmonie und die Reitschülerinnen setzten am Dienstag vor dem Reutlinger Rathaus ein Zeichen dafür, dass die Stadt keine Pferdesteuer einführen sollte. Mit dabei waren die Ponys Fienchen (links) und Henry.
Maik Wilke- Reutlingen prüft eine Pferdesteuer, um Geld in die Stadtkasse zu bringen.
- Reitschulen protestieren: Vor dem Rathaus standen Ponys Fienchen und Henry.
- Tatjana Berggötz kam mit Team und über 30 Reitschülerinnen – etwa 150 sind insgesamt dabei.
- Betreiber warnen vor Belastungen, die Angebote für Kinder weiter verringern könnten.
- Noch ist nichts beschlossen: Die Steuer gilt als „Konsolidierungsvorschlag“ und wird geprüft.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ob Fienchen und Henry wissen, was eine Steuer ist? Wohl kaum. Dennoch waren sie am Dienstagnachmittag ein wichtiger Teil des Protests gegen die Pferdesteuer, die der Reutlinger Gemeinderat einführen möchte. Ruhig und entspannt standen die beiden Ponys vor dem Aufgang zum Rathausanbau – selten hatten die Presse und Besucher der Gemeinderatssitzung einen solch tierisch-niedlichen Empfang.
Doch das Thema ist ernst, vor allem für die Betreiberinnen und Betreiber von Reitschulen in der Stadt. Als die Idee, eine Pferdesteuer einzuführen, im März öffentlich wurde, war der Unmut groß. Leidtragende seien landwirtschaftliche Betriebe und Pferdehöfe, sagte damals Solveigh Fuchs, Inhaberin der Pferdepension Eulengarten, gegenüber unserer Zeitung. Es gebe ohnehin immer weniger Reitschulen, „und mit der Steuer wird es nicht rentabler, Reitstunden anzubieten. Dann leiden auch Kinder, die gerne reiten möchten, aber für die es kein Angebot gibt.“
Stadt soll Pferdesteuer gründlich prüfen
Genau deshalb kamen am Dienstag nicht nur die Ponys Fienchen und Henry zum Protest, sondern vor allem Tatjana Berggötz, ihr Team der Reitschule Reitharmonie und mehr als 30 Reitschülerinnen. Obwohl die Pferdesteuer nicht Thema dieser Gremiumssitzung war, protestierten sie gegen die Pferdesteuer. Etwa 150 Reitschüler habe Berggötz insgesamt bei der Reitharmonie. Eine Steuer für die Pferde würde ihre Reitschule wie alle anderen in der Stadt belasten.
Wichtig ist: Noch ist die Pferdesteuer nicht eingeführt. Mit der Verabschiedung des Doppelhaushalts für 2026/27 im März hatte der Gemeinderat diese als „Konsolidierungsvorschlag“ beschlossen. Die Verwaltung soll die Steuer also ernsthaft und gründlich prüfen.

