Messerangriff in Reutlingen
: 28-Jähriger schneidet Mann im Streit in den Hals

Wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes ermitteln die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Kriminalkommissariat Reutlingen gegen einen 28-Jährigen.
Von
swp
Reutlingen
Jetzt in der App anhören
Mehrere Streifenwagenbesatzungen rückten am Donnerstag zum Listplatz aus. ⇥

Polizei Reutlingen Listplatz

Im Listpark in Reutlingen kam es am Dienstag zu einem Streit, der für einen Beteiligten mit Schnittverletzungen am Hals endete.

Dimitri Drofitsch (Archivfoto)
  • Messerangriff im Listpark Reutlingen: 28-Jähriger verletzt Mann (36) am Hals.
  • Streit eskalierte, Täter flüchtete, wurde später in der Stadt festgenommen.
  • Opfer mit Schnittverletzung ambulant behandelt, nicht lebensgefährlich verletzt.
  • Haftbefehl wegen versuchtem Totschlag gegen polizeibekannten Nigerianer erlassen.
  • Ermittlungen zu Tatmotiv und Hintergründen dauern an.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Beschuldigte soll am Dienstagvormittag, 15. Juli, im Reutlinger Listpark nahe dem Hauptbahnhof einen 36 Jahre alten Mann angegriffen und verletzt haben. Der 28-Jährige befindet sich laut Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Tübingen und des Polizeipräsidiums Reutlingen zwischenzeitlich in Untersuchungshaft.

Derzeitigen Ermittlungen zufolge waren die beiden Männer gegen 11.15 Uhr aus noch ungeklärter Ursache in Streit geraten. Diese Streitigkeiten mündeten schnell in Handgreiflichkeiten, in deren Verlauf der Jüngere ein Messer eingesetzt und seinem Kontrahenten Schnittverletzungen am Hals zugefügt haben soll. Anschließend ergriff der Angreifer die Flucht, wobei ihm der 36-Jährige nachsetzte. Im Bereich der Bahnhofstraße kam es zwischen den beiden erneut zu Handgreiflichkeiten, bevor der 28-Jährige endgültig flüchtete.

In der Stadt festgenommen

Im Verlauf umfangreicher Fahndungsmaßnahmen konnte er am Dienstagnachmittag im Stadtgebiet angetroffen und widerstandslos festgenommen werden.

Das 36-jährige Opfer wurde zur medizinischen Erstversorgung vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus eingeliefert, das er aber nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen konnte.

Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

Der polizeibekannte 28-Jährige wurde am Mittwochnachmittag dem Haftrichter beim Amtsgericht Reutlingen vorgeführt. Dieser erließ den von der Staatsanwaltschaft Tübingen beantragten Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und setzte ihn in Vollzug. Der nigerianische Staatsangehörige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen der Tat, dauern an.