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: Was passiert wenn man den Lottogewinn nicht abholt?

Kaum zu glauben, aber wahr: Lottogewinner holen ihren Gewinn nicht ab. Was passiert eigentlich mit den zurückgelassenen Millionen und wie lange haben die Spieler Zeit den Gewinn einzufordern, bevor er verfällt?
Von
Giovanni De Nitto mit swp
Stuttgart
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Was passiert wenn man den Lottogewinn nicht abholt?

Privat

Am 1. April 2017 knackte ein Lotto–Spieler aus Reutlingen den Jackpot — hat seinen Gewinn von 11,3 Millionen Euro aber bis heute nicht abgeholt. Zum Abruf des Geldes bleiben nur noch wenige Wochen.

Wie viel Zeit habe ich einen Gewinn einzulösen?

Lottospieler können sich etwas Zeit lassen: Laut der gesetzlichen Regelung haben Gewinner drei Jahre Zeit, um die Ausschüttung einzufordern. Das war aber nicht immer so: Bis 2016 mussten Gewinner eine Frist von 13 Wochen einhalten. Doch seit zwei Jahren gilt: für Lotto und Eurojackpot, die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren.

Was passiert mit den nicht abgeholten Millionen?

Wird ein Lottogewinn nicht in der vorgegebenen Verfallsfrist eingefordert, fließen die Millionen vollständig in einen Topf für Sonderauslosungen — kommen also bundesweit Lotto–Spielern in Form von zusätzlichen Gewinnen wie Geldprämien oder Autos zugute.

21 Millionengewinner 2020 im Südwesten

„Nicht abgeholte Großgewinne haben im Südwesten Seltenheitswert“, betont Lotto–Geschäftsführer Georg Wacker, „das kommt nur alle paar Jahre vor. 2020 haben sich unsere bisher 21 Millionengewinner alle gemeldet.“ Das laufende Jahr könnte zwischen Kurpfalz und Bodensee gar einen Rekord an Lotto–Millionären bringen: Zu den 21 millionenschweren Treffern — darunter am 10. Oktober mit 42,5 Millionen Euro im Zollernalbkreis der bundesweit höchste Einzelgewinn aller Zeiten im Klassiker 6aus49 — kommen am letzten Tag des Jahres sieben weitere Glückspilze bei der Lotterie Silvester–Millionen. Damit würde die bisherige Bestmarke von 25 Millionengewinnen aus dem Jahr 2011 übertroffen.