Im Porträt
: Hartmut Schenker: Fotograf und Grafiker aus Leidenschaft

Die Natur bietet alles, was man für tolle Bilder benötigt. Das zeigt der Fotograf und Grafiker Hartmut Schenker immer wieder aufs Neue. Wir zeigen eine Auswahl seiner Bilder und interessante Hintergrundinformationen zu seiner Person und seinen Arbeiten.
Von
Giovanni De Nitto
Reutlingen-Betzingen
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Hartmut Schenker: Fotograf und Grafiker aus Betzingen.

Privat

Zur Person: Hartmut Schenker

Geboren am 22.5.1966 in Albstadt–Ebingen. Aufgewachsen in Pfullingen und seit 1999 wohnhaft in Reutlingen–Betzingen.

Beruflicher Werdegang:

● 1982 Ausbildung zum Offsetdrucker bei Oertel+Spörer in Reutlingen
● 1986 Fachhochschulreife an der FH–Druck in Stuttgart–Vaihingen (heute Hochschule für Medien)
●1987 Zivildienst in der Grafischen Werkstätte in Reutlingen
● Anfang 1990: Start in die Selbständigkeit als Grafiker/Werbeagentur und dies als einer der Ersten in Reutlingen mit dem damals noch (fast) unbekannten Apple Macintosh.

Über seine Tätigkeit:

► Als Grafiker entwirft Hartmut Schenker Drucksachen, Internetseiten und Beschriftungen. Vom Logoentwurf bis zum Markenbild (Corporate Design) und dies vom Konzept über den Entwurf bis hin zur fertigen Druckvorlage oder fertig programmierten Webseite.

► Als Fotograf erstellt er Produktfotos und Werbeaufnahmen im Auftrag seiner Kunden. Als Landschaftsfotograf hingegen arbeitet er frei und bietet die Bilder in Form von Bücher, Kalender, Wandbilder und auch zur Nutzung z. B. für das Stadtmarketing an. So hat es sich letztes Jahr auch ergeben, dass er für das Stadtmarketing Reutlingen ein Konzept erarbeitet hat, wie die einzelnen Stadtteile und deren Aussichten und Wanderziele bekannter gemacht werden können und dann diese Orte fotografiert und beschrieben.

Wie Hartmut Schenker zur Panoramafotografie kam:

Auf die Panoramafotografie ist Schenker per Zufall gestoßen und zwar durch einen Fotografen, der auf der Interboot in Friedrichshafen großformatige Fotografien ausstellte, die Bildwinkel zeigten, die er so noch nie gesehen hatte. Diese Art von Fotografien faszinierte ihn derart, dass er ein paar Tage später sein erstes Panorama fotografierte: Einen Sonnenaufgang vom Mädlefels bei Pfullingen mit Blick über Eningen, Achalm und Reutlingen. Mit 10 Einzelaufnahmen, die er in Photoshop zu einem nahtlosen Panorama zusammenfügt hat. „Und mit diesem Bild war es dann um mich geschehen“, erzählt Schenker

Was macht eigentlich den „Reiz“ von Panoramafotografien aus?

In erster Linie ist es die Weite, der Blickwinkel bzw. Bildwinkel. Da ich nicht auf einen vom Objektiv vorgegeben Bildwinkel begrenzt bin und auch das Bildformat der Kamera keine Rolle spielt, kann ich die Aussicht so zeigen, wie man sie vor Ort auch sieht. Zudem kann ich in ein Motiv hineinzoomen und gleichzeitig Bildwinkel mit bis zu 360° in der horizontalen und 180° in der vertikalen erstellen. Dadurch können sehr großformatige Aufnahmen entstehen, die dann den Eindruck vermitteln, als würde man „durch ein Fenster in die Landschaft schauen“.

Wo entstehen die Bilder?

Die meisten auf der Schwäbischen Alb und dem Albvorland. Von der Ostalb bei Aalen bis zur Baaralb, dem westlichen Teil der Alb und vom Albtrauf bis zur Donau beziehungsweise Oberschwaben. Und meistens an Orten, die nur wenig oder auch gar nicht bekannt sind und damit ungewöhnliche Aussichten und reizvolle Ausblicke ermöglichen.

Wissenswertes über Hartmut Schenker

● Sein Bildarchiv umfasst etwas über 4.000 Panoramafotografien, quer über die gesamte Schwäbische Alb und angrenzende Regionen. Dazu kommen noch ca. 100 Luftaufnahmen.

● 3.500 Aufnahmen davon können auf der Internetseite www.albpanorama.de angeschaut werden.

● Seit 2009 veröffentlicht er jedes Jahr einen Kalender mit Panoramaaufnahmen von der Schwäbischen Alb. In zwei unterschiedlichen Versionen: Im DIN A3–Format und Panoramaformat mit 70 x 30 cm

● Es gibt zwischenzeitlich drei Bücher von Hartmut Schenker: einen Bildband 2016 beim Theiss–Verlag erschienen („Albpanorama, Atemberaubende Fotografien von der Schwäbischen Alb“, ISBN: 9783806232912) und zwei im Eigenverlag erstandene Bücher:

● „Wohlfühlgärten in der Stadt“, ein Bildband über 22 private Gärten und Gütle aus der Stadt Reutlingen in denen sich Menschen, Pflanzen und Tiere wohlfühlen.

● „Hier stimmt doch was nicht“, ein Suchbildband von der Schwäbischen Alb, der selbst für Albkenner eine Herausforderung ist.