Freizeitangebot
: Kultur und Wissenschaft an Fronleichnam in Reutlingen

Naturkunde- und Heimatmuseum sind am Feiertag jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet, das Kunstmuseum Spendhaus und konkret von 11 bis 17 Uhr.
Von
swp
Reutlingen
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Dieses Stück Totholz ist durchsetzt mit dem Zweifarbigen Harz-Rindenpilz (Resinicium bicolor). Charakteristisch an diesem Pilz sind die mikroskopisch kleinen Fruchtkörper, die kristallin-sternförmig (Astrozystidien) oder als gelbliche Kugeln (Halozystidien) auftreten.

Ausstellung „Drecksarbeit“ im Naturkundemuseum: Dieses Stück Totholz ist durchsetzt mit dem Zweifarbigen Harz-Rindenpilz (Resinicium bicolor). Charakteristisch an diesem Pilz sind die mikroskopisch kleinen Fruchtkörper, die kristallin-sternförmig (Astrozystidien) oder als gelbliche Kugeln (Halozystidien) auftreten.

Meckes + Ottawa (Raster-Elektronen-Mikroskop, 3500:1)
  • Fronleichnam: Reutlinger Museen geöffnet, Naturkunde- und Heimatmuseum von 11-18 Uhr, Kunstmuseum Spendhaus von 11-17 Uhr.
  • Naturkundemuseum zeigt „Drecksarbeit“-Ausstellung über Bodenorganismen, Eintritt frei.
  • Heimatmuseum: Ausstellung über Sprichwörter, Eintritt 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro.
  • Kunstmuseum Spendhaus: Farbholzschnitt-Ausstellung bis 29. Juni.
  • Führung im Naturkundemuseum um 15 Uhr, Thema „Tektonischer Krimi“, Eintritt frei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Heimatmuseum können große und kleine Besucherinnen und Besucher in der Ausstellung „Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt! Die lustigen Geschichten hinter den Redensarten“ im sprichwörtlichen Sinne „Bauklötze staunen“. Wir verwenden oft unbemerkt rund hundert Sprichwörter und Redensarten am Tag, meist haben wir aber „keinen blassen Schimmer“ von deren Hintergründen. Die Ausstellung möchte die Kenntnis um Redensarten erweitern und dabei Freude am Spiel mit der Sprache bereiten. Mitmachen und Miträtseln ist in der Ausstellung ausdrücklich erwünscht. Der Eintritt in die Dauerausstellung ist frei, der Eintritt in die Redensarten-Ausstellung kostet drei beziehungsweise ermäßigt 1,50 Euro, heißt es in der Mitteilung der Stadtverwaltung.

Das Naturkundemuseum zeigt die Naturgeschichte der Erde, des Lebens und der Region sowie die Sonderausstellung „Drecksarbeit – Die verborgene Welt unter unseren Füßen“. In einer Handvoll Boden leben mehr Organismen als Menschen auf der Erde. Sie spielen die Hauptrolle für alles, was über der Erde wächst und verwandeln Abgestorbenes in wertvollen Humus.

Die Voraussetzung: Der Boden muss lange Zeit vom Menschen unbeeinflusst sein. Dann verrichten hier Milliarden kleiner Wesen ihr Werk. Die Ausstellung macht erstmals erlebbar, wer sich da im Untergrund tummelt. In der extremen Vergrößerung eines Rasterelektronenmikroskops enthüllen Fotografien eine Welt, die wie Science-Fiction anmutet, sich aber tagtäglich unter unseren Füßen abspielt.

Rasterelektronenmikroskopie zur Kunstform erhoben

Der Kosmos des Allerkleinsten ist das Spezialgebiet von Nicole Ottawa und Oliver Meckes. Als „eye of science“ hat sich das Paar international einen Namen gemacht und zahlreiche Preise gewonnen. Statt nur der Wissenschaft zu dienen, haben sie die Rasterelektronenmikroskopie zur Kunstform erhoben. Niemand vermag es so wie sie winzigste Natur in Szene zu setzen. Ihre neue Ausstellung feiert im Naturkundemuseum Premiere.

Zudem führt dort um 15 Uhr der Diplom-Geologe Eberhard Quoss zum Thema „Tektonischer Krimi – Afrika gegen Europa“. Wie Sprünge in einer Eierschale ist die Erdkruste zerborsten in sieben große und mehrere kleine Platten. Unter den Großen drückt die Afrikanische Platte unaufhörlich gegen die Eurasische. Ergebnis sind nicht nur die Alpen, die immer noch weiterwachsen, sondern auch im Moment eine erhebliche Anzahl von Beben rund um das Mittelmeer. In der Tiefe spielt sich im wahrsten Sinne ein tektonischer Krimi ab, dem die Führung auf den Grund geht. Der Eintritt und die Führung sind frei.

Entwicklung des Farbholzschnittes im 20. Jahrhundert

Im Spendhaus präsentiert das Kunstmuseum auf zwei Etagen Entwicklungen des Farbholzschnittes im 20. Jahrhundert. Neben Arbeiten von Paul Gauguin, Emil Orlik, Ernst Ludwig Kirchner und Pablo Picasso sind farbige Drucke von HAP Grieshaber, Robert Mangold, Jörg Immendorff und Jonathan Meese zu entdecken. Bis zum 29. Juni gibt es noch die Gelegenheit, die Ausstellung „Shine Bright Like a Diamond. Farbholzschnitt im 20. Jahrhundert“ zu erleben: Hier kann Reutlingen so richtig glänzen, denn alle diese Hochkaräter stammen aus der Städtischen Kunstsammlung.

Auf der Materialliste der bedeutenden Überblicksschau des deutsch-amerikanischen Künstlers Christian Wulffen im Kunstmuseum Reutlingen konkret (zweiter Stock der Wandel-Hallen) stehen Holzlatten, Span- und Aluminiumverbundplatten, Inbusschrauben, Etiketten, Klebebänder und -ziffern sowie Zeichen- und Vinylfolien. Mit über 30 Arbeiten aus fünf Jahrzehnten bietet die Ausstellung erstmals einen Querschnitt durch das Gesamtwerk Wulffens. Seine Arbeiten erscheinen in präzise anmutenden Wiederholungen und animieren so zum konstruktiven Vergleichen. Der Eintritt ist am Feiertag frei.