Über 100 Einsatzkräfte vor Ort: Großbrand in Reutlinger Gewerbegebiet – 150 Meter hohe Rauchsäule

Verschiedene Einsatzkräfte der Feuerwehr versuchen, den Brand im Reutlinger Gewerbegebiet unter Kontrolle zu bekommen.
Thomas KiehlAm frühen Dienstagmorgen, 3. September, kam es um kurz vor 4 Uhr morgens im Reutlinger Gewerbegebiet "Laisen" zu einem Großbrand. Aktuell ist die Reutlinger Feuerwehr noch vor Ort, um den Brand in einer Lagerhalle unter Kontrolle zu bekommen. Unter anderem ist auch die Werksfeuerwehr von Bosch vor Ort.
Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass aufgrund der durch den Brand ausgelösten Sperrungen mit zahlreichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen ist. Unter anderem ist die Straße "In Laisen" gesperrt, wovon auch verschiedene Buslinien betroffen sein dürften. Dies könnte den Betrieb in den verschiedenen Werken vor Ort erheblich verzögern oder zum Erliegen bringen.
Näheres zu dem Großbrand im Gewerbepark Achalm im Industriegebiet „In Laisen“ ist bislang noch nicht bekannt. Es wird empfohlen, das betroffene Gebiet zu meiden. Anwohnerinnen und Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten sowie Lüftungen und Klimaanlagen abschalten.

Wegen des Großbrandes im Industriegebiet "Laisen" in Reutlingen gibt es Verkehrssperrungen, auch Buslinien sind betroffen.
Thomas KiehlNach aktuellem Stand ist die gesamte Reutlinger Feuerwehr bis auf eine Einsatzreserve vor Ort. Rund 100 Einsatzkräfte sind involviert, mehrere Drehleitern sowie eine Drohne werden ebenfalls eingesetzt.
Brandgeruch in der Reutlinger Innenstadt
Die Rauchsäule ist auch aus mehreren Kilometern Abstand zu sehen, laut Polizei war sie bis zu 150 Meter hoch. Sogar am Himmel in der nahegelegenen Reutlinger Stadtmitte verteilte sich zeitweise der Rauch. In der Stadt hatte sich zudem ein starker Brandgeruch ausgebreitet, der auch im Reutlinger Stadtteil Betzingen, der rund vier Kilometer vom Brandort entfernt ist, zu riechen ist.
Auch Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck und Finanzbürgermeister Roland Wintzen waren vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Der Oberbürgermeister zeigte sich erleichtert darüber, dass es keine Personenschäden beim Brand gibt. Um kurz vor zehn Uhr am Morgen hieß es von der Einsatzleitung der Reutlinger Feuerwehr, es herrsche keine weitere Gefahr für die Bevölkerung.
Löscharbeiten dauern an, Feuerwehrmann leicht verletzt
Das Schadensausmaß des Großbrandes lässt sich allerdings bereits abschätzen: Das Dach der brennenden Lagerhalle sei eingestürzt, heißt es. Die Ausbreitung des Brandes auf weitere Hallen und Gebäude konnte vermieden werden, wie es vom Reutlinger Feuerwehrkommandanten Stefan Hermann heißt. Ernsthaft Verletzte gibt es durch den Brand bisher nicht: Ein Feuerwehrmann soll sich nach Angaben der Polizei bei den Löscharbeiten jedoch eine leichte Verletzung zugezogen haben. Wie von der Polizei außerdem früh zu hören war, werden die Löscharbeiten wohl noch den gesamten Vormittag lang andauern. Über die mögliche Brandursache ist derzeit noch nichts bekannt.

Der durch den Brand entstandene Rauch ist weit über der Reutlinger Innenstadt zu sehen - und auch zu riechen.
Lea IrionLagerhalle gehört mutmaßlich Sportartikelhersteller
Inzwischen berichtet das Nachrichtenportal 7aktuell, dass die abgebrannte Halle zur Firma Reusch gehörte. Das Unternehmen ist als Hersteller von Sportwaren bekannt. Anschließend sei das „Kärcher Center mit vielen Geräten aus dem Kärcher-Sortiment“ vollständig ausgebrannt, heißt es von dem Portal. Inzwischen bestätigte die Reutlinger Polizei, dass der Sachschaden in Millionenhöhe geht. In einer aktuellen Meldung bestätigt die Polizei die Zugehörigkeit der Halle bisher nicht.
Weil der Einsatz auch nach 12 Uhr am Mittag noch andauert, bleiben einzelne Straßen im Bereich der Siemensstraße, der Birnenweg, Am Heilbrunnen und die Straße "In Laisen" selbst weiterhin gesperrt.
