Dunkle Jahreszeit ist Einbruchs-Zeit: Nach Zeitumstellung beginnt die Einbrecher-Saison

Mit relativ einfachen Mitteln lassen sich Fenster und Türen vor dem schnellen Aufbrechen sichern.
Frank Rumpenhorst/dpa- Nach der Zeitumstellung werden die Nächte länger – Einbrecher nutzen die frühe Dunkelheit.
- Im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen wurden 459 Fälle gezählt, davon 215 Versuche.
- Polizei setzt auf Präsenz, Streifen, Fahndungen und Kontrollen, besonders am Nachmittag und Abend.
- Beratungsstelle bietet kostenlose Vor-Ort-Termine: Telefon (0 71 21) 9 42 12 02, E-Mail reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de.
- Tipps: Türen und Fenster sichern, Schlüssel nicht verstecken, Rollläden tagsüber offen lassen.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Mit Beginn der Winterzeit am Sonntag, 25. Oktober, werden die Nächte wieder länger. Damit beginnt auch die Hochkonjunktur der Einbrecher, welche gerade nach der Zeitumstellung die frühe Dunkelheit in den Abendstunden für Beutezüge ausnutzen.
Nachdem die Fallzahlen der Wohnungseinbrüche während den coronabedingten Beschränkungen stark zurückgegangen waren, steigen diese in den letzten Jahren wieder an. Im vergangenen Jahr 2025 stiegen die Zahlen im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen wieder auf 459 Fälle an. Darin enthalten sind 215 Versuche.
Auch wenn die Anzahl der Fälle noch weit unter den Fallzahlen der Vor-Corona-Jahre liegt, stellt doch jede mit einem Einbruch verbundene Verletzung des persönlichen Lebensbereichs einen Fall zu viel dar. Daher ist die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität weiterhin ein Schwerpunkt der polizeilichen Arbeit.
Durch lage- und brennpunktorientierte Maßnahmen verfolgt das Polizeipräsidium Reutlingen sowohl präventive als auch repressive Bekämpfungsansätze. Insbesondere durch offene Präsenz, gezielte Streifentätigkeit, Intensivierung der Fahndungsmaßnahmen, bei denen auch zivile Kräfte zum Einsatz kommen, sowie Kontrollen, insbesondere an Ausfallstraßen, sollen potenzielle Täter abgeschreckt und Hinweise für die Aufklärung zurückliegender Einbrüche gewonnen werden.
Da ein Großteil der Wohnungseinbrüche in den Nachmittags- und frühen Abendstunden verübt wird, setzt die Polizei ganz besonders in diesen Zeiten auf verstärkte Präsenz. Im eigens dafür bei der Kriminalpolizei eingerichteten Arbeitsbereich „Wohnungseinbruchsdiebstahl“ führen besonders geschulte Spezialisten mit den Kriminaltechnikern Hinweise und Spuren zusammen. So können Tatzusammenhänge schneller erkannt und immer wieder auch Täter dingfest gemacht werden.
Doch die Polizei allein kann Einbrüche nicht gänzlich verhindern – hier ist sie auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, sei es durch Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge oder durch eigene Vorsichtsmaßnahmen der Bürger. Denn viele Einbrüche können durch richtiges Verhalten und eine adäquate Sicherungstechnik verhindert werden. Für die Einbrecher ist es wichtig, dass alles möglichst schnell geht. Leisten Fenster und Türen erheblichen Widerstand, geben die Ganoven ihr Vorhaben meist rasch auf.
Dass Präventionsmaßnahmen wirken, belegt der in den vergangenen Jahren stetig gestiegene Anteil der Einbruchsversuche. Vermehrt scheitern Täter offenbar an den Sicherungseinrichtungen der Wohnungen. Schon durch einfache Maßnahmen kann jeder seine Wohnung oder sein Haus sicherer machen. Gerade bei Neu- oder Umbauvorhaben bieten sich geeignete Sicherungsmaßnahmen an.
Kostenlose Hausbesuche von Fachberatern
Die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle in Reutlingen bietet Haus- und Wohnungsbesitzer hierzu Beratungen an. Zudem können Termine für eine individuelle Beratung vereinbart werden. Auf Wunsch kommt einer der Fachberater auch vor Ort, um maßgeschneiderte Vorschläge zu unterbreiten. Ein solcher Besuch ist kostenlos. Termine können unter der Telefon (0 71 21) 9 42 12 02 oder per E-Mail unter reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de vereinbart werden.
Darüber hinaus weist das Polizeipräsidium Reutlingen auf die bundesweite Kampagne „K-Einbruch“ hin, die sich speziell mit der Prävention des Wohnungseinbruches befasst. Auf der Internetseite www.k-einbruch.de finden sich neben Verhaltenstipps auch produktneutrale Informationen zu geeigneter Sicherungstechnik.
Tipps der Polizei zum Schutz vor Einbrechern
– Schließen Sie auch bei kurzer Abwesenheit Ihre Haus- oder Wohnungstüre stets ab. Denken Sie auch daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
– Verschließen Sie immer Balkon- und Terrassentüren und sichern Sie sie möglichst mit mechanischen Sicherungen.
– Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals außerhalb der Wohnung, denn Einbrecher kennen jedes Versteck.
– Rollläden sollten nur zur Nachtzeit und keinesfalls tagsüber geschlossen werden, schließlich wollen Sie nicht schon auf den ersten Blick ihre Abwesenheit signalisieren. Lassen Sie in ihrer Abwesenheit in verschiedenen Räumen das Licht brennen. Eine Zeitschaltuhr kann hier gute Dienste leisten.
– Beauftragen Sie jemanden, der bei längerer Abwesenheit den Briefkasten leert.
– Halten Sie in Mehrfamilienhäusern den Hauseingang auch tagsüber geschlossen. Prüfen Sie, wer ins Haus will, bevor Sie den Türöffner drücken und achten Sie auf Fremde im Haus. Sorgen Sie dafür, dass Keller- und Bodentüren stets verschlossen sind.
