DLRG Neckar-Alb: Gefrorene Bereiche sind derzeit meist zu dünn, um sie zu betreten

Die DLRG in der Region Neckar-Alb warnt eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen. Kommt es dennoch zu einem Unfall, verfügen die Retter über speziell geschulte Einsatzkräfte.
DLRG Neckar-Alb- DLRG Neckar-Alb warnt vor dem Betreten von Eisflächen – Lebensgefahr durch dünnes Eis.
- Tragfähigkeit des Eises nur nach behördlicher Freigabe sicher – Warnhinweise beachten.
- Mindeststärken: 15 cm bei stehenden Gewässern, 20 cm bei Flüssen – keine Garantie ohne Freigabe.
- Verhalten bei Eisbruch: Ruhe bewahren, Hilfe rufen, flach Richtung Ufer bewegen.
- Speziell geschulte Einsatzkräfte und Rettungsgeräte der DLRG stehen bereit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die DLRG warnt vor dem Betreten von Eisflächen: Die aktuelle Wetterlage mit nächtlichen Minusgraden und nur geringfügig steigenden Temperaturen am Tage hat in der Region Neckar-Alb zur Bildung erster Eisflächen auf Seen, Weihern und Teichen geführt, teilte die DLRG gegenüber den Medien mit. Doch wer sie betritt, begibt sich in Lebensgefahr.
Trotz der frostigen Temperaturen sind diese Eisdecken vielerorts nämlich nicht ausreichend dick und damit nicht stabil genug, um das Gewicht von Menschen zu tragen. Sie stellen weiterhin eine ernstzunehmende Unfallgefahr dar.
Die Wasserrettungsgruppe Neckar-Alb der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt vor dem Betreten der Eisflächen. Diese dürfen ausschließlich nach behördlicher Freigabe betreten werden. Die zuständigen Stellen prüfen die Tragfähigkeit des Eises und kennzeichnen freigegebene Bereiche entsprechend am Ufer. Örtliche Warnhinweise und Absperrungen sind unbedingt zu beachten.
„Die Gefahr, ins Eis einzubrechen, ist enorm groß“.
„Auch wenn es nachts anhaltende Minusgrade gibt und die Eisflächen verlockend wirken, sind sie noch lange nicht tragfähig. Die Gefahr, ins Eis einzubrechen, ist enorm“, warnt Konrad Steibli, Leiter Einsatz der DLRG in den Landkreisen Reutlingen und Tübingen. „Wir appellieren eindringlich an die Bevölkerung, gefrorene Seen, Teiche und Flüsse nicht zu betreten.“
Eltern werden von Seiten der DLRG darüber hinaus gebeten, ihre Kinder über die Risiken aufzuklären, die von zugefrorenen Seen und Teichen ausgehen. Als Orientierung für eine mögliche Tragfähigkeit des Eises gelten etwa rund 15 Zentimeter bei stehenden Gewässern und etwa 20 Zentimeter bei Bächen und Flüssen. Diese Werte ersetzen jedoch keine offizielle Freigabe, betonte DLRG-Einsatzleiter Steibli in diesem Zusammenhang.
Auch bei freigegebenen Eisflächen gilt zudem ein wichtiges Sicherheitsprinzip, nämlich das Eis nie alleine zu betreten. Dunkle Stellen im Eis, starker Pflanzenwuchs sowie hörbares Knacken oder Knistern sind Anzeichen für eine verminderte Tragfähigkeit. In solchen Fällen sollte die Eisfläche umgehend verlassen werden und zwar möglichst flach liegend, um das Gewicht zu verteilen. Dann sollte der Betroffene sich vorsichtig in Bauchlage in Richtung Ufer bewegen.
Bei einem Eisbruch über Notruf Hilfe verständigen
Kommt es dennoch zu einem Eisbruch, ist Ruhe zu bewahren: Arme ausbreiten, um ein Untertauchen zu verhindern, laut um Hilfe rufen und versuchen, sich flach auf das Eis zu schieben. Ein Abstützen an der Eiskante sollte vermieden werden. Sobald das Eis trägt, flach vom Einbruch wegrollen oder -kriechen und das Ufer aufsuchen. Bei einem Unfall oder einer Notlage ist umgehend der Notruf 112 mit dem Stichwort „Person im Wasser/Eis“ zu wählen. Weitere Anwesende sollten auf den Unfall aufmerksam gemacht werden. Hilfsmittel wie Leitern, umgedrehte Schlitten, Bretter, Hockeyschläger oder Seile können genutzt werden, um aus sicherer Entfernung Hilfe zu leisten.
Speziell geschulte Rettungskräfte der DLRG für Eisflächen
Der Wasser-Rettungsdienst sowie die örtlichen Feuerwehren in Baden-Württemberg sind über die europaweite Notrufnummer 112 erreichbar. Die DLRG verfügt für Einsätze auf Eisflächen über speziell ausgebildetes und geschultes Personal, darunter Einsatztaucher und Strömungsretter, sowie geeignete Rettungsgeräte.
Die wichtigsten Verhaltensregeln auf dem Eis hat die DLRG in einer Übersicht zusammengestellt. Diese sowie weitere Informationen stehen online als Download zur Verfügung unter der Adresse https://www.dlrg.de/informieren/freizeit-im-wasser/eisregeln-alle-wichtigen-sicherheitstipps/
