Bundesgartenschau 2039: Pfullinger können Ideen und Anregungen einbringen

Die Echaz, hier in der Oberen Wässere in Reutlingen, ist das verbindende Element der Buga-Bewerbung 2039.
Maik Wilke (Archvifoto)- Bewerbung für die Bundesgartenschau 2039: Echaz verbindet Pfullingen mit fünf Nachbarn.
- Bürger können Pläne vom 23. April bis 13. Mai online und im DEZ, Kirchstraße 15, einsehen.
- Zwei Sprechstunden im DEZ: Donnerstag, 23. April, 17–19 Uhr – Donnerstag, 7. Mai, 17–19 Uhr.
- Machbarkeitsstudie nennt Chancen für Grünflächen und Stadtstruktur in Pfullingen.
- Ex-DBG-Chef Jochen Sandner berät Reutlingen; Schloss Lichtenstein soll Ausstellungen bieten.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Stadt Pfullingen beteiligt sich gemeinsam mit weiteren Kommunen entlang der Echaz an der Bewerbung für die Bundesgartenschau 2039 (Buga) – einer großen Chance für die gesamte Region (die SÜDWEST PRESSE berichtete mehrfach). Auch in Pfullingen werden die Entwurfs-Ergebnisse der Machbarkeitsstudie im Rahmen einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt. Darüber informiert Pfullingens Stadtverwaltung in einer Mitteilung an die Medien.
Bevor der Gemeinderat final über die Machbarkeitsstudie beschließt, haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, weitere Anregungen einzubringen. Die Beschlussfassung soll noch vor der Sommerpause erfolgen, damit – im Falle eines positiven Beschlusses – die Bundesgartenschau GmbH in Bonn noch in diesem Jahr über die Studie und die Gartenschauvergabe entscheiden kann.
Der Pfullinger Gemeinderat sowie die Gemeinderäte von Lichtenstein, Eningen unter Achalm, Reutlingen, Wannweil und Kirchentellinsfurt haben bereits im Jahr 2023 einen Grundsatzbeschluss für die Durchführung einer Bundesgartenschau im Jahr 2039 sowie für die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie gefasst. Die jetzt vorliegende Entwurfs-Studie zeigt auf, ob eine Bundesgartenschau im Echaztal realisierbar ist und wie die Region durch die Buga nachhaltig gestärkt werden kann.
Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden präsentiert
Die Machbarkeitsstudie bildet die zentrale Grundlage für die Bewerbung. Sie identifiziert räumliche und thematische Schwerpunkte, bewertet Entwicklungspotenziale und stellt alle notwendigen Daten und Fakten – bis hin zur Besucherprognose – zusammen. „Die Ergebnisse sind eindeutig: Pfullingen, Lichtenstein, Eningen unter Achalm, Reutlingen, Wannweil und Kirchentellinsfurt sind prädestiniert, die Buga 2039 gemeinsam auszurichten“, schreibt Pfullingens Stadtverwaltung.
Ein zentrales Leitmotiv der Buga-Bewerbung ist die Echaz, die alle Partnerkommunen miteinander verbindet. Die Konzepte entlang der Echaz – von der Quelle bis zur Mündung – zeigen, wie sich die Region in den kommenden Jahren nachhaltig und zukunftsfähig weiterentwickeln kann. Für Pfullingen ergeben sich daraus konkrete Chancen zur Aufwertung von Grün- und Aufenthaltsflächen sowie zur Stärkung einer modernen Stadtstruktur, betont die Stadt.
Online und in der Kirchstraße 15
Die Bürgerschaft ist eingeladen, sich über die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zu informieren und aktiv einzubringen. Die Unterlagen sind im Zeitraum vom 23. April bis 13. Mai online unter www.pfullingen.de/buga2039 sowie als Aushang im Dienstleistungs- und Einkaufszentrum (DEZ), Kirchstraße 15, einsehbar.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, im persönlichen Austausch mit Bürgermeister Stefan Wörner sowie Mitarbeitenden der Stadtplanung Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen. Hierfür werden zwei Termine im DEZ angeboten: Am Donnerstag, 23. April, von 17 bis 19 Uhr, sowie am Donnerstag, 7. Mai, von 17 bis 19 Uhr.
„Die Bundesgartenschau 2039 bietet für Pfullingen eine einmalige Chance, unsere Stadt gemeinsam mit der Region nachhaltig weiterzuentwickeln. Die Machbarkeitsstudie zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial im Echaztal steckt“, erklärt Bürgermeister Stefan Wörner.
Ex-Buga-Chef Sandner unterstützt die Stadt Reutlingen
Die Stadt Reutlingen konnte zur Unterstützung ihrer Bewerbung einen absoluten Experten gewinnen: Jochen Sandner, bis 2024 Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG), berät die Verantwortlichen. „Eine solche Schau prägt die ausrichtende Stadt oder Region über drei bis vier Generationen“, sagte Sandner im Februar im Gespräch mit dieser Zeitung.
Wenn einer weiß, wie Bundesgartenschau geht, dann der 71-Jährige aus Potsdam. Sandner war für vier Bugas verantwortlich: 1995 Cottbus, 1997 Gelsenkirchen, 2001 Potsdam und 2009 Schwerin. Anschließend übernahm er die Geschäftsführung der Buga-Gesellschaft in Bonn. Jetzt ist er freiberuflich mit seiner Firma „Beratung für Gartenschauen und Grünprojekte“ in ganz Deutschland unterwegs. Ursprünglich kommt Sandner von der Nordseeküste, seit Mitte der 1990er-Jahre lebt er in Potsdam. Dort pflegt er auch einen eigenen großen Garten.
Schloss Lichtenstein: Auch das Märchenschloss ist Teil der Bewerbung
In den Plänen für die Bundesgartenschau 2039 spielt durchaus auch Schloss Lichtenstein eine Rolle. „So ein Märchenschloss hat was“, sagt Reutlingens Berater Jochen Sandner. „Wir sind deshalb schon im engen Austausch mit dem Herzog von Urach. Das ist für beide Seiten interessant, denn wir können uns begleitende Ausstellungen im Schloss vorstellen.“
Obwohl die Buga an einem Tag erlebt werden kann, „wünschen wir uns schon, dass Leute auch ein oder zwei Nächte einplanen“, sagt der frühere Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft. Beim Logistikkonzept spiele die geplante Regionalstadtbahn eine große Rolle. „Aber die Bundesgartenschau könnte auch mit Leihfahrrädern erkundet werden.“

