Brennende Schuppen und Explosionen: Zwei Pfullinger wollen Feuer selbst löschen und greifen Polizisten an

Polizisten mussten sich am Samstagabend in Pfullingen gegen zwei Männer wehren.
Bernd Weißbrod/dpa- In Pfullingen brannte am Samstagabend ein Schuppen – es kam zu Explosionen von Gaskartuschen.
- Zwei Männer, 44 und 70, wollten selbst löschen und ignorierten Anweisungen von Polizei und Feuerwehr.
- Laut Polizei griff der 70-Jährige einen Beamten an, der 44-Jährige mischte sich ein; beide wurden gestoppt.
- Erst danach konnte die Feuerwehr den professionellen Löschangriff starten und das Feuer bekämpfen.
- Vermutlicher Auslöser war ein im Schuppen abgestellter Grill; Schaden etwa 30.000 Euro.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Laut Meldung des Polizeipräsidiums Reutlingen gingen am Samstag gegen 22.55 Uhr sowohl bei der Integrierten Rettungsleitstelle als auch bei der Polizei mehrere Notrufe ein, in denen von einem brennenden Schuppen und Explosionen berichtet wurde. Da befürchtet wurde, dass das Feuer aus dem Schuppen auf das direkt angrenzende Einfamilienhaus übergreift, wurden die Bewohner allesamt vorsorglich aus dem Gebäude geholt.
Der 44-Jährige und ein 70-jähriger Angehöriger versuchten zwischenzeitlich, das Feuer selbstständig mit Wasser aus Eimern und einem Gartenschlauch zu löschen. Aufgrund mehrerer explodierender Gaskartuschen sollten die Männer jedoch auf Weisung der Feuerwehr und der Polizei den Gefahrenbereich räumen. Von den eigenständigen Löschversuchen wollten sich die beiden laut Polizei trotz der erheblichen Gefahr jedoch nicht abbringen lassen.
Als sie nochmals durch die Polizeibeamten angesprochen und zum Verlassen des Gefahrenbereichs aufgefordert wurden, griff der 70-Jährige nach einem Polizeibeamten und wollte augenscheinlich auf diesen einschlagen. Der Angriff konnte jedoch mittels einfacher körperlicher Gewalt abgewehrt werden, woraufhin sich jedoch der 44-jährige Familienangehörige einmischte und ebenfalls auf die
Polizeibeamten losging. Auch dies konnte jedoch unterbunden werden.
Grill als Brandauslöser
Erst danach war es der Feuerwehr möglich, „ihren eigenen professionellen Löschangriff
einzuleiten“, wie das Polizeipräsidium schreibt, und das Feuer zu bekämpfen. Brandauslöser dürfte ein am Abend noch genutzter und dann in dem Schuppen abgestellter Grill gewesen sein. Der Sachschaden an dem Schuppen und an der leicht beschädigten Gebäudefassade wird derzeit auf etwa 30.000 Euro geschätzt.
Männer beleidigen auch noch eine Nachbarin
Die beiden Beschuldigten müssen sich nun für ihren Angriff auf die Polizeibeamten sowie für zahlreiche Beleidigungen gegenüber einer Nachbarin verantworten. Weiter wird zudem ermittelt, wer für die Brandursache verantwortlich ist. Während die Feuerwehr mit neun Fahrzeugen und
33 Einsatzkräften vor Ort war, war der Rettungsdienst mit einem Fahrzeug und zwei Einsatzkräften lediglich vorsorglich ausgerückt, kam jedoch nicht zum Einsatz.

