Abwasserbeseitigung: Rübgarten und Gniebel jetzt an Reutlingen-Nord angeschlossen

Von links nach rechts: Frank Werner (Ingenieurbüro Henne),Friedemann Beck (Bauhof Pliezhausen), Gemeinderat Alexander Zimmermann, Mustafa Karabulut (Bauhof Pliezhausen), Harry Nonnenmacher (Bauhofleiter), Kathrin Henne (Ortsvorsteherin Gniebel), Regierungspräsident Klaus Tappeser, Bürgermeister Christof Dold, Brigitte Rapp (Ortsvorsteherin Rübgarten), Oberbürgermeister Thomas Keck und Landrat Ulrich Fiedler.
Gemeinde Pliezhausen- Gniebel und Rübgarten leiten Schmutzwasser künftig nach Klärwerk Reutlingen‑Nord.
- Kläranlage Rübgarten (seit 1977) wurde außer Betrieb genommen.
- Projektabschluss am 29. Januar am Pumpwerk Kroatenäcker in Rübgarten.
- Baukosten ca. 5,8 Mio. Euro; Landesförderung derzeit 2.565.400 Euro zugesagt.
- Maßnahme stärkt Betriebssicherheit und ist „Leuchtturm“ interkommunaler Zusammenarbeit.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Pumpwerk Kroatenäcker in Rübgarten hat die Gemeinde Pliezhausen am 29. Januar den Abschluss des Projekts „Anschluss der Abwasserbeseitigung von Gniebel und Rübgarten an das Klärwerk Reutlingen‑Nord“ markiert. Nach der Inbetriebnahme Ende Januar 2025, dem schrittweisen Aufschalten aller Anlagenteile und dem anschließenden Feintuning läuft die neue Infrastruktur seit März 2025 vollständig. Die frühere, seit 1977 betriebene Kläranlage Rübgarten ist außer Betrieb genommen. Die Baukosten liegen bei zirka 5,8 Millionen Euro. Eine Landesförderung ist derzeit mit aktuell 2.565.400 Euro zugesagt. Mehrkosten wurden bislang bereits vom Land mitgefördert. Die Gemeinde hat aktuell nochmals einen Aufstockungsantrag gestellt und hofft auf eine weitere Mehrkostenförderung.
Die Maßnahme erhöhe die Betriebssicherheit, Zukunftsfähigkeit und Effizienz der Abwasserbeseitigung und setze ein starkes Zeichen interkommunaler Zusammenarbeit, wie es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Pliezhausen und des Landkreises Reutlingen heißt. Die Planung und Bauleitung hatte das Ingenieurbüro Henne aus Sindelfingen übernommen. Die Förderung des Projekts erfolgte durch das Land Baden-Württemberg, vertreten durch Regierungspräsident Klaus Tappeser. Das Regierungspräsidium Tübingen unterstützte die Gemeinde Pliezhausen bei der Antragsstellung und -abwicklung. Die fachliche Begleitung bei der Planung, Umsetzung und dem Förderantrag durch die untere Wasserbehörde des Landratsamts Reutlingen hatte Landrat Ulrich Fiedler geleistet, der am 29. Januar ebenso wie Reutlingens Oberbürgermeister Thomas Keck vor Ort war. Laut Pliezhausens Bürgermeister Christof Dold hatten die Gemeinde und die Stadt konstruktiv zusammengearbeitet, um das Projekt einschließlich des Anschlusses an das Klärwerk Reutlingen-Nord umzusetzen.
Dold hob hervor, dass Pliezhausen und Reutlingen seit Jahrzehnten vertrauensvoll miteinander arbeiten, etwa bei der Abwasserbeseitigung Pliezhausen sowie beim ÖPNV. Regierungspräsident Klaus Tappeser lobte die Maßnahme als „Leuchtturm der interkommunalen Zusammenarbeit“. Es sei notwendig, die Abwasserbeseitigung in größeren Einheiten zu bündeln – vor dem Hintergrund steigender technischer Anforderungen und des Mangels an Fachpersonal. Er dankte allen Beteiligten sowie den Anwohnern und betonte, wie wichtig es sei, sichtbar zu machen, was sich nach dem Druck auf die Toilettenspülung abspielt.
Eine Datenquelle für das Gesundheitswesen
Landrat Ulrich Fiedler unterstrich die Bedeutung dieser kritischen Infrastruktur auch mit Blick auf die nötige Resilienz. Die Abwasserbeseitigung gewinne als Datenlieferant für das Gesundheitswesen an Bedeutung – Kläranlagen seien daher heute echte Kompetenzzentren. Oberbürgermeister Thomas Keck verwies auf die wachsende Relevanz der Wärmegewinnung aus dem Abwasser.
Das Ingenieurbüro Henne ging fachlich auf das Projekt ein, woraufhin das neue Pumpwerk besichtigt wurde.
