23-Jähriger aus Reutlingen: Was diesen jungen Klempner besonders macht

Zu den aktuellen Aufgaben des 23-jährigen Jens Hiltawsky gehört das Vorbereiten des Metalls nach Skizzen und Zeichnungen an der großen Biegemaschine und dem dazugehörigen Werkzeug. ⇥
PrivatfotoBereits in seiner Schulzeit absolvierte Jens Hiltawsky ein Praktikum bei Stefan Künstle, später jobbte er auch dort. Und auch sonst war er anderen Praktika wie etwa im Einzelhandel, bei der Hugo Boss AG oder bei Bosch nicht abgeneigt: „Ich muss doch schließlich wissen, was meine Stärken und Schwächen sind. Da war es mir lieber, diese während verschiedener Praktika zu analysieren, als dann etwa später eine Ausbildung abzubrechen.“
Damit bewies der Abiturient Weitsicht, entschied er sich doch für eine Ausbildung mit Ausbildungszeitverkürzung als Klempner. Das traditionelle Handwerk eines Klempners verbunden mit der Arbeit an modernen computergesteuerten Maschinen sei es, was dem Auszubildenden besonders Freude mache, so sein Ausbilder Stefan Künstle. „Jens ist mit Kopf und Herz bei der Arbeit. Er ist teamfähig, einsatzbereit, wissbegierig und hat eine schnelle Auffassungsgabe. Super Noten in der Schule muss ich ja nicht erwähnen – die sind für ihn und für uns selbstverständlich.“
Moderne Häuser, denkmalgeschützte Altbauten
Auch dem Lehrling gefällt die Ausbildung: „Jeden Tag stehen wir vor herausfordernden, technisch anspruchsvollen und abwechslungsreichen Aufgaben und Arbeiten. Wir arbeiten an modernen Häusern, sind aber auch bei der Renovierung von denkmalgeschützten Gebäuden dabei. Durch die hochwertigen Arbeiten und wiederverwertbaren Materialien leisten wir einen Beitrag zum Umweltschutz, da wir Gebäude vor Verwitterung schützen und ihnen eine lange Lebensdauer geben.“ Und wenn es darum geht, Metalldächer oder Metallfassaden, Dachrinnen oder Regenfallrohre anzubringen, muss ein Spengler über Metalle, Kunststoffe und deren jeweiligen Verwendungszweck genau im Bilde sein.
Nächstes Ziel: der Meister
Auch Wissen über die entsprechenden Verbindungstechniken wie das Falzen, Nieten und Kleben braucht er. „Spaß an der Arbeit auf Baustellen, Schwindelfreiheit in luftiger Höhe an der frischen Luft, Lust auf Teamwork, Aufgeschlossenheit gegenüber Umweltschutzmaßnahmen sind Voraussetzungen für die Liebe an diesem Beruf“, sagt der 23-jährige Reutlinger, zu dessen aktuellen Aufgaben das Vorbereiten des Metalls nach Skizzen und Zeichnungen an der großen Biegemaschine und dem dazugehörigen Werkzeug ist.
Nach seiner Ausbildung möchte sich Jens Hiltawsky weiterbilden und den Meister machen. Und er wird nicht müde zu betonen, dass ihm am Klempnerberuf alles gefällt. Man müsse mit Köpfchen und Konzentration arbeiten und eine gewisse körperliche Fitness für den Beruf mitbringen, erläutert Hiltawsky, der in seiner Freizeit aktiv im Fitnessbereich ist und verschiedene andere Sportarten ausübt.
Das zeichnet das Unternehmen aus
Seit über 27 Jahren gibt es das von Stefan Künstle gegründete Unternehmen bereits. Seit einem Vierteljahrhundert bildet es auch erfolgreich junge Menschen zum Klempner aus. Die Stefan Künstle GmbH bietet individuelle ganzheitliche Projektdurchführungen an – von der Beratung über die Planung bis hin zur Umsetzung. Mit unterschiedlichen Materialien Gebäude zu sanieren gehört zum Fachgebiet des Unternehmens. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt aber in der denkmalgerechten Sanierung von Häusern. Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung sind dem Unternehmen wichtig. Regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Auszubildende und Mitarbeiter gehören da dazu.
