Hinweise aus den USA: Razzia wegen Kinderpornografie – 28 Wohnungen durchsucht

Die Polizei ermittelt in einer großangelegten Razzia mit knapp 200 Beamten im Raum Reutlingen gegen den Handel und die Verbreitung von Kinderpornografie.
Marcus Brandt/dpa/Symbolfoto- Großrazzia gegen Kinderpornografie: Polizei durchsucht 28 Wohnungen im Raum Reutlingen.
- Knapp 200 Beamte im Einsatz, darunter 180 Kräfte des Polizeipräsidiums Reutlingen.
- Beschlagnahmung von Datenträgern als zentrale Beweismittel.
- Durchsuchungen ausschließlich bei Privatpersonen, laut Innenministerium.
- Innenminister Strobl: Klare Ansage, Verfolgung bis in den digitalen Raum.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Staatsanwaltschaften Hechingen, Stuttgart und Tübingen sowie das Polizeipräsidium Reutlingen sind am Dienstag, 25. November, in einem groß angelegten Einsatz gegen mutmaßliche Besitzer kinderpornografischen Materials vorgegangen.
Die Ermittlerinnen und Ermittler der Kriminalpolizeidirektion Esslingen vollstreckten dabei mit Unterstützung durch das Polizeipräsidium Einsatz über zwei Dutzend im Vorfeld erlassene Durchsuchungsbeschlüsse, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Staatsanwaltschaften Hechingen, Stuttgart und Tübingen sowie des Polizeipräsidiums Reutlingen. Insgesamt waren an der Aktion rund 180 Beamtinnen und Beamte beteiligt.
Hinweise von US-Behörden führten auf die Spur der Täter
Dem Einsatz waren Hinweise US-amerikanischer Sicherheitsbehörden sowie
umfangreiche Ermittlungen, unter anderem im Internet, vorausgegangen. Diese führten zur Identifizierung von insgesamt 31 Tatverdächtigen, darunter zwei Frauen. Ihnen wird die Verbreitung, der Erwerb sowie der Besitz kinder- und jugendpornografischer Inhalte zur Last gelegt.
Durch die zuständigen Staatsanwaltschaften wurden daraufhin 28 richterliche
Durchsuchungsbeschlüsse für die in allen vier Landkreisen des Polizeipräsidiums
Reutlingen wohnhaften Personen im Alter zwischen 21 und 72 Jahren erwirkt. 16 der durchsuchten Wohnungen und Gebäude sind im Kreis Reutlingen, sechs im Landkreis Tübingen, fünf im Zollern-Alb Kreis und eines im Kreis Esslingen.
Bei der koordinierten Vollstreckung der Beschlüsse am Dienstagmorgen stellten die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten umfangreiche Beweismittel sicher. Darunter befinden sich überwiegend Smartphones, Tablets, Notebooks und weitere Speichermedien, die nun ausgewertet werden. Verhaftungen gab es im Zusammenhang mit den Durchsuchungen nicht.
Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen, insbesondere zu möglichen weiteren
Tatverdächtigen oder zu den Verbreitungswegen der verbotenen Inhalte, dauern an. Die Polizei erhofft sich von der Großaktion einen wichtigen Schlag gegen die Verbreitung von Kinderpornografie.
Die Aktion sei eine deutliche Ansage an die Täter, hatte Innenminister Thomas Strobl am Dienstag betont. Man verfolge diese Taten bis in den letzten Winkel des digitalen Raums. Laut einer Sprecherin des Innenministeriums erfolgten die Durchsuchungen nur bei Privatpersonen.
