Eins kann man zweifellos sagen: Cynthia Schneider war der absolute Hingucker bei der Eröffnung der Remstal-Gartenschau am Freitag. Die 37-jährige Stadträtin kam als Einhorn verkleidet nach Schorndorf. Ihr Kostüm bestand aus einer Unterhose und sehr viel Farbe - ein wandelndes Bodypainting-Kunstwerk sozusagen. Das kam nicht bei allen gut an.
In den sozialen Netzwerken wurde die Linke-Politikerin, die im Schwäbisch Gmünder Gemeinderat sitzt, heftig kritisiert. „Gartenschau oder Venus?“ fragt sich ein entsetzter Vater auf Facebook, „Da kriegen die Kinder ja Albträume“ und „Schämt euch“ lauten weitere, noch freundliche Kommentare.

Remstal-Gartenschau: Wieso kam die Stadträtin als halbnacktes Einhorn?

Hintergrund zu dem extravaganten Outfit war, dass jede teilnehmende Kommune neben dem Stadtoberhaupt auch von einem Maskottchen vertreten werden sollte - das Wappentier von Schwäbisch Gmünd ist das Einhorn. „Wir wollten gerne das Fabelwesen lebendig machen, das wir im Wappen haben“, erklärt Cynthia Schneider, die als Gewerkschaftssekretärin bei der IG Metall arbeitet, den Stuttgarter Nachrichten. Alles sei so abgeklebt gewesen, als ob sie einen Bikini getragen hätte, rechtfertigt sie sich gegen „Halbnackt“-Vorwürfe. Für Schneider selbst war der Auftritt wohl gar nicht so außergewöhnlich. Dass sie sich auch privat gerne mal verkleidet, zeigt die 37-Jährige auf ihrem Instagram-Account.
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Kritik kam übrigens auch von Seiten der anderen Oberbürgermeister. Matthias Klopfer aus Schorndorf hätte sich laut „Suttgarter Nachrichten“ beispielsweise „mehr Zurückhaltung“ gewünscht. Schließlich hätten der Ministerpräsident und das Gartenschau-Maskottchen im Mittelpunkt stehen sollen. Mittelpunkt hin oder her - was in jedem Fall fest steht: Eine große Aufmerksamkeit für die Gartenschau wurde in jedem Fall erreicht.

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