Polizei BW Rechtsextremismus: Vier angehende Polizisten von Hochschule entlassen

Die vier Männer werden nun aus dem Dienst entlassen.
Bernd von Jutrczenka/DPAVier angehende Polizisten sind wegen Verbreitung von rechtsextremistischem Gedankengut von der Hochschule der Polizei in Baden-Württemberg entlassen worden. Das teilte die Hochschule am Freitagmittag mit.
Rechtsextremismus Polizei: Drei angehende Polizisten Mitglieder in rechtsextremen Chatgruppen
Drei der vier Männer, die nun nicht länger ihre Ausbildung zu Polizisten absolvieren, beteiligten sich an einer Chatgruppe, in der Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen geteilt wurden. Die Beamten wurden auf die Chatgruppe im Rahmen von laufenden Ermittlungen aufmerksam, zu denen die Hochschule keine weiteren Angaben machte. Im Rahmen dieser Ermittlungen stellte sich heraus, dass drei der Chatgruppenmitglieder auf der Hochschule der Polizei in Villingen-Schwenningen studierten.
Polizei BW: Hochschule entlässt drei angehende Polizisten wegen rechtsextremem Gedankengut
Die drei Männer absolvierten dort ein Bachelorstudium. Sie wurden im Juli des Jahres 2018 eingestellt und absolvierten zunächst die vorakademische Grundausbildung. Am 1. April des Jahres 2019 haben sie das Studium begonnen. Nun hat die Hochschule sie vom Studienbetrieb ausgeschlossen. Des Weiteren sollen sie aus dem Polizeidienst entlassen werden. Ein entsprechendes Verfahren läuft. „Die aufgefundenen Inhalte mit rechtsextremistischem Gedankengut sind mit unseren freiheitlichen und rechtsstaatlichen Werten nicht vereinbar“, begründete die Hochschule den Ausschluss der drei Männer.
Polizei BW: Beamter teilt rechtsextreme Bilder im Internet
Neben den drei Mitglieder der Chatgruppe wurde ein weiterer angehender Polizist von der weiteren Ausbildung ausgeschlossen. Der Mann war in der Ausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst. Der Beamte hatte auf seinem privaten Account in einem sozialen Netzwerke ein Bild mit rechtsextremem Gedankengut eingestellt. Auch er muss den Polizeidienst nun verlassen. Die Hochschule in Villingen-Schwenningen betonte, dass es keinen Spielraum für Gedankengut gäbe, das den obersten Grundwerten der Demokratie widerspreche.