Zug falsch abgebogen: Regionalbahn verfährt sich auf dem Weg nach Neu-Ulm – und bleibt stecken

Ein Agilis-Zug nach Neu-Ulm ist bei Ingolstadt falsch abgebogen – und musste dann abgeschleppt werden.
Stefan Puchner/dpaFahrgäste, die von Ingolstadt Richtung Neu-Ulm fahren wollten, mussten am Mittwochabend viel Geduld mitbringen – völlig unerwartet. Denn alles begann wie geplant: Der Regionalzug des Unternehmens Agilis fuhr pünktlich um 20:11 Uhr aus dem Ingolstädter Hauptbahnhof. Doch schon wenige Minuten später rollte der Zug langsam aus – und konnte nicht mehr weiterfahren. Die Oberleitung war plötzlich weg.
Natürlich war die Oberleitung nicht verschwunden, stattdessen war der Zug auf die Strecke nach Augsburg abgebogen, sie ist nicht elektrifiziert. Doch Agilis traf keine Schuld. „Eine Weiche war falsch gestellt“, sagte ein Agilis-Sprecher auf Anfrage. Warum das passierte, werde noch ermittelt.
Fahrgäste kommen zweieinhalb Stunden später an
Für die Fahrgäste im liegengebliebenen Zug begann auf der falschen Strecke eine stundenlange Wartezeit. „Es musste eine Diesellok organisiert werden, die den Zug abschleppen konnte. Das hat einige Zeit gedauert“, sagte der Sprecher. Zusätzlich wurde ein Notfallmanager der Deutschen Bahn verständigt, die für die Bahnstrecken und ihre Weichen verantwortlich ist.
Die Fahrgäste wurden samt liegengebliebenen Zug zurück zum Ingolstädter Hauptbahnhof geschleppt. Kurz vor 23 Uhr konnten sie einen späteren Zug Richtung Neu-Ulm nehmen. Es kam an dem Abend zu keinen weiteren Störungen auf der Strecke.

