Wegen zu langer Wartezeit
: Mann in Röntgenweste randaliert in der Donauklinik

Er wollte sich in Neu-Ulm behandeln lassen, doch dann eskaliert ein 37-Jähriger wegen zu langer Wartezeit, reißt Bilder von den Wänden und beschädigt Fenster. Als die Polizei dazukommt, geht er einem Beamten an den Hals.
Von
Karin Mitschang
Neu-Ulm
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Auch die Donauklinik soll ihr Defizit verringern. Im vergangenen Jahr lag es bei über 7 Millionen Euro. Heuer sollen es noch 6,85 Millionen Euro sein.

In der Donauklinik in Neu-Ulm hatte ein Mann eine kurze Zündschnur und fing an zu randalieren.

Patrick Fauß
  • In der Donauklinik Neu-Ulm randalierte ein 37-Jähriger wegen zu langer Wartezeit.
  • Er beschädigte Fenster und riss Bilder ab – der Sachschaden beträgt laut Polizei 500 Euro.
  • Die Polizei beruhigte ihn zunächst, doch nach Abnahme einer Röntgenweste eskalierte er erneut.
  • Er packte einen Beamten am Hals und leistete Widerstand; ein Polizist wurde leicht verletzt.
  • Der Mann kam auf die Dienststelle, gegen ihn läuft ein Strafverfahren, später wurde er in eine Fachklinik gebracht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es war in der Nacht auf Montag, 11.5., nicht das erste Mal in einer Klinik in der Region, dass ein Patient oder eine Patientin innerlich die Wände hochging, weil die Wartezeit sich gefühlt unendlich hinzog. Doch ein 37-Jähriger hatte diesmal offenbar eine besonders kurze Zündschnur und eskalierte nicht nur innerlich, sondern ließ auch die Sau raus: Mitarbeiter der Donauklinik in Neu-Ulm meldeten daraufhin der Polizei eine randalierende Person im Klinikgebäude.

Wie die Polizei im Pressebericht von Montag mitteilt, hatte dem Mann die Wartezeit zu lange gedauert und er fing an, zu randalieren. „Hierbei beschädigte er unter anderem Fenster und riss Bilder von den Wänden.“ Insgesamt entstand ein Sachschaden in Höhe von 500 Euro.

Mann rastet aus, als Behandlung nicht stattfindet

Die hinzugerufene Polizei konnte den 37-Jährigen anfänglich noch beruhigen. Nachdem ihm seine Röntgenweste abgenommen wurde, rastete er jedoch erneut aus, berichtet die Polizei. Offenbar wurde ihm erst da bewusst, dass seine Behandlung komplett ausfallen würde. „Dabei ging er direkt auf einen Beamten zu und packte diesen am Hals.“ In der Folge sei der Mann durch die Beamten zu Boden gebracht und gefesselt worden. „Hierbei leistete er erheblichen Widerstand.“

Ein eingesetzter Beamter wurde durch die „Widerstandshandlungen“ leicht verletzt, war aber weiterhin dienstfähig, heißt es weiter. Zur weiteren Durchführung polizeilicher Maßnahmen wurde der 37-Jährige auf die Dienststelle der Polizei Neu-Ulm gebracht. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs und Sachbeschädigung eingeleitet. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde der 37-Jährige in eine Fachklinik gebracht.

Wie lange der Mann hatte warten müssen, steht nicht im Polizeibericht.