VR-Bank Straß und Gerlenhofen
: VR-Bank Neu-Ulm schließt zwei kleine Filialen im Landkreis Neu-Ulm

Die Kunden aus Straß und Gerlenhofen können Service und Beratung in Nersingen, Senden und Online nutzen.
Von
Michael Janjanin
Kreis Neu- Ulm
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VR Bank schließt Geschäftsstellen in Straß und Gerlenhofen. (Symbolfoto)

Lars Schwerdtfeger

Vorstand und Aufsichtsrat der VR-Bank Neu-Ulm haben entschieden, die Geschäftsstellen in Straß und Gerlenhofen zum 15. Dezember zuschließen. Betreuung und Serviceleistungen werden künftig für diese Kunden in den Filialen in Nersingen und Senden angeboten, teilt die Bank mit. Darüber hinaus werde der Standort in Nersingen in den kommenden Wochen umgebaut, um dort ab Ende November als Ergänzung zum Schalter auch den Video-Beratungsservice VR-Sisy anbieten zu können.

Umbau in Nersingen nötig

Der Umbau in Nersingen beginnt am 14. September, dazu wird der Standort für mehrere Wochen komplett geschlossen. Das Team wird so lange auf die umliegenden Geschäftsstellen ausweichen. Während des Umbaus ist die kostenfreie Bargeldabhebung an einem mobilen Geldausgabeautomaten vor dem Bankgebäude möglich. Die Wiedereröffnung der VR-Bank in Nersingen ist Ende November dieses Jahres vorgesehen.

Außerdem teilt die Bank mit, dass die langwierige Sanierung des Gebäudes in der Neu-Ulmer Marienstraße abgeschlossen sei.

Überproportionale Kosten an kleineren Standorten

Die überproportionalen Kosten für den Erhalt kleinerer Standorte und die rückläufige Kundenfrequenz stellten alle Kreditinstitute, die ein flächendeckendes Geschäftsstellennetz vorhalten, vor große Herausforderungen: „Es liegt in unserer genossenschaftlichen Verantwortung, die strategische Entwicklung stets an die wirtschaftlichen, regulatorischen und technischen Gegebenheiten anzupassen“, betont der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Seel in einer Mitteilung.  Die VR-Bank habe in den vergangenen Monaten die beiden kleineren Standorte analysiert: bezüglich örtlicher Lage, Erreichbarkeit, Nähe zu umliegenden Geschäftsstellen, Kundenfrequenz sowie der Anforderungen an zeitgemäße Arbeitsplätze. Es wären Investitionen in Ausstattung und Technik notwendig geworden. „Die lokale Präsenz vor Ort lässt sich unter diesen Gesichtspunkten an beiden Standorten nicht mehr dauerhaft aufrechterhalten“, erklärt Vorstand Steffen Fromm. Er betont, dass die vier betroffenen Beraterinnen weiterhin für die VR-Bank im Einsatz sein werden.

„Entscheidungen von großer Tragweite“

„Uns ist sehr wohl bewusst, dass die getroffenen Entscheidungen – vor allem für die Menschen vor Ort – von großer Tragweite sind“, ergänzt Vorstand Alois Spiegler. Dennoch bleibe man in Nersingen und Senden – und auch von sonst überall im Landkreis – innerhalb weniger Minuten mit dem Auto oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Er verweist  zudem auf das zentrale Kunden-Center, das wochentags von 8 bis 18 Uhr unter Tel. (0731) 97 00 30 zur Verfügung stehe, auf den Webchat, den Videoservice VR-Sisy und auf die Online-Geschäftsstelle unter www.vrnu.de. In Einzelfällen kommen Berater auch zu den Kunden nach Hause.