Vortrag in Vöhringen: Journalisten berichten von ihrer Afghanistan-Reise

Benjamin Schmidt und Lena Reiner vor Ort in Afghanistan.
PrivatFür Afghanistan gilt eine Reisewarnung. Deutsche werden aufgefordert, das Land zu verlassen. Seit der Machtübernahme durch die Taliban am 15. August 2021 ist die Deutsche Botschaft in Kabul geschlossen. Dennoch haben die freie Journalistin und Fotografin Lena Reiner sowie der Journalist Benjamin Schmidt im September 2023 Afghanistan von Norden nach Süden durchquert. Von ihren Erlebnissen berichten sie bei einem Vortrag am Mittwoch, 16. Oktober (19 Uhr), im Evangelischen Gemeindehaus in der Vöhringer Beethovenstraße.
Reiner war bereits fünfmal vor Ort
Organisiert hat die Veranstaltung der Rotary Club Illertissen-Iller-Günz. Ein Mitglied hatte den Journalisten Benjamin Schmidt kennengelernt und ihn angefragt, erzählt Friederike Keller vom Rotary Club. „Wir sind immer auf der Suche nach interessanten Beiträgen. Die beiden Journalisten haben sich sehr intensiv mit Afghanistan befasst. Das ist eine ganz spannende Sache.“
Lena Reiner (35) war bereits fünfmal vor Ort. Sie ist sowohl
ehrenamtlich als auch hauptamtlich für Afghanen und Afghaninnen in Gefahr im
Einsatz. Benjamin Schmidt (37) leitete zum Zeitpunkt der Recherche die Redaktion des
Südkurier in Friedrichshafen am Bodensee, mittlerweile gestaltet er die
Online-Strategie der Freien Presse in Chemnitz.
Aus Begegnungen entsteht ein Film
Auf ihrer Reise sind die beiden auf verschiedene Menschen und damit auch verschiedene Perspektiven auf die politische Lage in Afghanistan getroffen. Darunter Taliban-Unterstützer, aber auch Afghaninnen und Afghanen, die sich nicht an die Gesetze der Terrororganisation halten. Sie haben illegale Bildungsprojekte für Frauen besucht, Künstlerinnen und Künstler getroffen und wurden vom Geheimdienst festgehalten. Aktuell entsteht aus diesen Begegnungen ein Film.
Eintritt kostet der Vortrag nicht, Spenden gehen an eine gemeinnützige Organisation für Afghanistan. „Einnahmen durch Getränke kommen unserem Hilfswerk und damit einem sozialen Projekt in der Region zugute“, so Keller.

