Attacke im Klassenzimmer
: Schüler würgt 13-Jährigen bis zur Bewusstlosigkeit

Ein 13-Jähriger hat seinen gleichaltrigen Mitschüler im Unterricht so stark gewürgt, dass dieser das Bewusstsein verlor. Inzwischen geht es ihm besser.
Von
Steffen Wolff,
Daniel Wydra
Neu-Ulm
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Notarzt im Blaulicht-Einsatz: ARCHIV - 30.09.2024, Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Ein Rettungsfahrzeug ist mit Blaulicht auf einer Straße in der Innenstadt unterwegs. (Aufnahme mit langer Belichtungszeit) (zu dpa: «Frau bei Unfall mit Radfahrer lebensgefährlich verletzt») Foto: Jens Büttner/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Nach einem Zwischenfall in einer Schule in Neu-Ulm musste der Rettungsdienst gerufen werden (Symbolbild).

Jens Büttner/dpa
  • Vorfall in Neu-Ulm: Schüler würgt Mitschüler bis zur Bewusstlosigkeit.
  • 13-Jähriger in Klinik gebracht, weiterhin unter Beobachtung.
  • Rettungsdienst und Polizei verständigt, Ermittlungen laufen.
  • Schulleitung informierte Eltern, tatverdächtiger Schüler verhört.
  • Tatmotiv noch unklar, Schüler vom Unterricht ausgeschlossen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dem 13 Jahre alten Schüler, den ein Klassenkamerad am Dienstag (1.4.) bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt hatte, geht es wieder besser. Das gab ein Polizeisprecher am Mittwochnachmittag bekannt. Ob die Beamten inzwischen mit dem Verletzten sprechen konnten, ist nicht bekannt. Ein gleichaltriger Schüler soll den Sechstklässler in einer Mittelschule in Neu-Ulm in den Schwitzkasten genommen haben. Währenddessen räumten die Lehrerin und 18 andere Schüler Musikinstrumente auf. Als die Lehrerin den Angriff bemerkte, forderte sie den 13-Jährigen umgehend auf, seinen Klassenkameraden nicht mehr in den Schwitzkasten zu nehmen. Dem kam der Schüler zwar nach, sein Mitschüler war zu diesem Zeitpunkt jedoch bereits bewusstlos und sackte zu Boden.

Nachdem der Angegriffene das Bewusstsein zunächst nicht wiedererlangte, wurde der Rettungsdienst und die Polizei verständigt. Der geschädigte 13-Jährige wurde daraufhin in eine Kinderklinik gebracht. Aktuell befindet er sich noch unter stationärer klinischer Beobachtung.

Schüler wird verhört und vom Unterricht ausgeschlossen

Die Schulleitung hat die Eltern beider Beteiligter verständigt. Im Beisein seiner Mutter wurde der tatverdächtige Schüler bei der Polizei in Neu-Ulm verhört. Über das Tatmotiv liegen derzeit noch keine endgültigen Erkenntnisse vor.

Der tatverdächtige Schüler ist aktuell vom Unterricht ausgeschlossen, über das weitere Vorgehen wird beraten. Zwischenzeitlich hat die Kriminalpolizeiinspektion Neu-Ulm unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Memmingen die Ermittlungen übernommen.

Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa.