Versorgung in Senden: Energiezentrale Wullenstetten geht in Betrieb

Die modular aufgebaute Energiezentrale in Wullenstetten.
SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH- Die neue Energiezentrale in Wullenstetten versorgt das Wohngebiet „Wohnen am Stadtpark“ mit Fernwärme.
- Hauptwärmeerzeuger: zwei Holz-Pelletkessel (350 kW) und ein Blockheizkraftwerk.
- Ein Erdgaskessel (1.950 kW) deckt Spitzenlasten und Ausfälle ab.
- Bis 2028 werden Quartier und Schulzentrum ans Fernwärmenetz Neu-Ulm/Senden angeschlossen.
- Projekt erhielt Fördermittel für effiziente Wärmenetze.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die SWU Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm GmbH freuen sich über die neue modular aufgebaute Energiezentrale in Wullenstetten, heißt es in der Pressemeldung der SWU. Seit der Inbetriebnahme Ende Oktober erzeuge diese Anlage auf innovative und umweltfreundliche Weise Fernwärme. Damit werde die Versorgung des im Endausbau rund 350 Wohneinheiten umfassenden Wohnquartiers „Wohnen am Stadtpark“ sowie des angrenzenden Schulzentrums in Senden sichergestellt.
Der Großteil der Wärmeerzeugung erfolgt mit zwei Holz-Pelletkesseln à 350 Kilowatt thermischer Leistung. Ein weiteres Element der Wärmeerzeugung an diesem Standort ist das Blockheizkraftwerk (BHKW), welches unter Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung, also bei gleichzeitiger Strom- und Wärmeerzeugung in Ergänzung zu den Pelletkesseln, zur Fernwärmeproduktion beiträgt. Vorsorglich für den Fall einer fehlenden Verfügbarkeit eines oder mehrerer Erzeuger und zur Abdeckung von Spitzenlasten ist zudem ein Erdgaskessel mit 1.950 Kilowatt installiert. „Die unterschiedlichen Anforderungen der Wärmewende haben schlussendlich zu dieser innovativen Technologiekombination geführt“, so die SWU.
Förderung ist möglich
Die durch die Versorgungsanlage erzeugte Wärme setzt sich zusammen aus circa 70 Prozent Erneuerbaren Energien, circa 20 Prozent Kraft-Wärme-Kopplung und in etwa 10 Prozent aus dem Erdgaskessel. Aufgrund ihrer Effizienz und Nachhaltigkeit im Vergleich zu herkömmlichen Erzeugungsanlagen konnte dieses Projekt zusätzlich eine „Bundesförderung für effiziente Wärmenetze“ erlangen.
Das Wohnquartier und das Schulzentrum sollen bis 2028 an das Fernwärme-Verbundnetz Neu-Ulm/Senden angeschlossen werden. Dies wurde bei der Planung berücksichtigt und ist ein Grund, dass die Zentrale in Modulen aufgebaut wurde. So können die einzelnen Elemente der Erzeugungsanlagen und der Anlagenperipherie je nach Bedarf angepasst, zurückgebaut oder ressourcenschonend an einen anderen Ort versetzt werden. Der modulare Aufbau der Erzeugungsanlage war ein entscheidender Faktor, dass der Zeitplan für die Inbetriebnahme im Oktober 2024 eingehalten werden konnte.
Sendens Erste Bürgermeisterin Claudia Schäfer-Rudolf sagt laut Pressemeldung dazu: „Die Inbetriebnahme der Anlage trägt dazu bei, dass die Wärmewende in Senden Fahrt aufnimmt.“ Fernwärme sei ein sehr guter Weg, um eine effiziente, umweltfreundliche und zukunftsorientierte Wärmeversorgung zu ermöglichen. Die neue Energiezentrale sei somit ein wichtiger Baustein für den Ausbau der Fernwärme in Senden.
