Unfall auf A8
: Unfallverursacher gibt sich bei Elchingen als Opfer aus

Er sei mehrfach von einem Lkw gerammt worden, erzählt ein 63 Jahre alter Autofahrer der Polizei bei der Aufnahme eines Unfalls auf der A8 bei Elchingen. Doch die Polizisten haben Zweifel – zurecht, wie sich herausstellte.
Von
Kerstin Auernhammer
Elchingen
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Polizeiwagen: ARCHIV - 22.03.2024, Brandenburg, Trebbin: Der Schriftzug „Polizei“ auf der Kühlerhaube eines Autos, aufgenommen während einer Verkehrskontrolle an der Berliner Straße (gezoomte Aufnahme). (zu dpa: «Motorradfahrer schlägt Polizist und baut schweren Unfall») Foto: Soeren Stache/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wer war schuld an einem Unfall auf der A8 bei Elchingen? Ein Autofahrer und ein Lkw-Fahrer beschuldigten sich gegenseitig. Die Polizei fand durch die Spurenanalyse die Wahrheit heraus.

Soeren Stache/dpa
  • Unfall auf der A8 bei Elchingen: Autofahrer und Lkw-Fahrer beschuldigten sich gegenseitig.
  • Der 63-Jährige behauptete, ein Lkw habe ihn mehrfach gerammt und flüchten wollen.
  • Lkw-Daten und Spurenanalyse widerlegten dies – der Lkw-Fahrer schilderte korrekt.
  • Der Pkw fuhr erst auf dem Seitenstreifen, dann vor den Lkw und touchierte dessen Front.
  • Es gab keine Verletzten, der Schaden beträgt etwa 4.000 Euro; Ermittlungen laufen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Für einige Überraschung sorgte am Freitagnachmittag (05.06.2026) ein Verkehrsunfall auf der A8 zwischen Ulm und Elchingen. Als die Verkehrspolizei zu einem Parkplatz zwischen Ulm/Ost und Oberelchingen gerufen wurde, schilderte ein 63-jähriger Autofahrer den Beamten, ein Lastwagen sei ihm mehrfach aufgefahren und habe anschließend das Weite suchen wollen.

Der 42 Jahre alte Lkw-Fahrer aus Georgien erzählte jedoch eine ganz andere Geschichte. Und die Ermittlungen gaben schließlich ihm recht.

Lkw-Daten helfen bei den Ermittlungen

Mithilfe der Daten aus dem Kontrollgerät des Sattelzugs konnten die Polizisten die Unfallstelle genau bestimmen. Auch die Schäden an den Fahrzeugen passten nicht zur Darstellung des Autofahrers. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Mann im Bereich Ulm-West auf dem Seitenstreifen unterwegs gewesen und anschließend direkt vor dem Lastwagen eingeschert. Dabei touchierte sein Pkw die Front des Sattelzugs.

Die Rollen waren damit schnell vertauscht: Aus dem vermeintlichen Unfallopfer wurde der mutmaßliche Verursacher. Verletzt wurde bei dem Zusammenstoß niemand. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 4.000 Euro. Gegen den 63-Jährigen laufen nun entsprechende Ermittlungen.