Trickbetrug in Weißenhorn: Ehepaar wird Opfer von Schockanrufern

Betrüger erbeuten viel Geld mit Schockanrufen: Bei dieser Betrugsform, die aktuell wieder häufiger von der Polizei beobachtet wird, geben sich die Täter als Angehörige aus, die sich in einer Notlage befinden und bedrängen ihre Opfer massiv (Archivbild).
Karl-Josef Hildenbrand/dpa- Am 10. Februar erhielten viele Weißenhorner Anrufe von falschen Polizisten, die Schockanrufe tätigten.
- Am 7. Februar fiel ein älteres Weißenhorner Ehepaar auf einen solchen Trick herein und verlor eine fünfstellige Geldsumme.
- Die Betrüger gaben vor, die Tochter des Paares habe einen tödlichen Unfall verursacht und brauche eine Kaution.
- Die Kriminalpolizei Neu-Ulm ermittelt und bittet um Hinweise.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am 10. Februar haben nachmittags zahlreiche Personen in Weißenhorn Anrufe von falschen Polizeibeamten erhalten. Laut Polizeiinspektion Weißenhorn handelte es sich dabei um sogenannte Schockanrufe, bei denen die Betrüger vorgaben, dass nahe Angehörige einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätten und diese einer Verhaftung nur entgehen könnten, wenn für sie eine hohe Kaution bezahlt wird. Aufgrund der Berichterstattung in den Medien hinsichtlich dieses Phänomens erkannten die Angerufenen wohl die Betrugsmasche und es kam zu keiner Geldübergabe.
Allerdings war bereits am Freitagnachmittag (7. Februar) ein älteres Ehepaar aus Weißenhorn auf den Trickbetrug hereingefallen. Der Anrufer gab an, dass die Tochter der Senioren einen tödlichen Verkehrsunfall in Ulm verursacht habe, bei dem ein Kind zu Tode gekommen sei. Damit die Tochter aus dem amtlichen Gewahrsam wieder entlassen werden könne, sei eine Kaution in fünfstelliger Höhe fällig. Während des Telefonats bat auch die angebliche Tochter mit weinender Stimme um Bezahlung der Kaution. Das schockierte Ehepaar glaubte die Geschichte. Die Täter bestellten daraufhin den Ehemann zum Amtsgericht Ulm, damit er seine Tochter abholt.
Geldsumme im mittleren fünfstelligen Bereich verloren
Vor Ort stellte der Senior fest, dass dort niemand wartete. Die Ehefrau wurde währenddessen angewiesen, den Kautionsbetrag an einen vermeintlichen Rechtsanwalt vor der Haustüre zu übergeben. Dieser Aufforderung kam die Seniorin nach und händigte dem falschen Rechtsanwalt eine Geldsumme im mittleren fünfstelligen Bereich aus. Nach der Anzeigenerstattung der Geschädigten übernahm die Kriminalpolizei Neu-Ulm die weiteren Ermittlungen. Zeugen, die Hinweise geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo Neu-Ulm unter (0731) 8013-0 zu melden.
