Treffen im Landkreis Neu-Ulm: Landwirtschaft und Naturschutz verbinden

Zum Abschluss des Treffens gab es eine Exkursion zu einem landwirtschaftlichen Betrieb in Neu-Ulm. Dort besichtigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Milchviehbetrieb von Markus Hafner sowie die PV-Anlagen und die Biogasanlage.
Landratsamt Neu-Ulm, Kerstin Weidner- 42 % der Fläche im Landkreis Neu-Ulm wird landwirtschaftlich genutzt.
- Treffen von Bauern, Umweltschützern und Behörden zur Koordination von Landwirtschaft und Naturschutz.
- Eva Treu lobt die Rolle der Landwirtschaft für Nahrungsmittelversorgung und Kulturlandschaft.
- 162 Betriebe nehmen am Vertragsnaturschutzprogramm teil.
- 10,4 % des Grünlands werden 2025 naturschutzgerecht bewirtschaftet.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Landwirtschaft ist ein zentraler Bestandteil des Landkreises Neu-Ulm – wirtschaftlich, landschaftlich und gesellschaftlich. Das zeigte sich wieder beim jüngsten Koordinierungstreffen „Arten- und Naturschutz“. Das Treffen bringt Vertreterinnen und Vertreter der Landwirtschaft, des Naturschutzes, der Behörden sowie Mitglieder des Naturschutzbeirats zusammen. Ziel ist es, aktuelle Themen zu besprechen, sich gegenseitig zuzuhören und die Zusammenarbeit weiter zu stärken. Dazu eingeladen hatte die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamts Neu-Ulm.
„Wir leben in einem Landkreis, der von der Landwirtschaft geprägt ist. Rund 42 Prozent unserer Fläche werden landwirtschaftlich genutzt – das zeigt, welche wichtige Rolle unsere Bäuerinnen und Bauern nicht nur für die Nahrungsmittelversorgung, sondern auch für den Erhalt unserer Kulturlandschaft spielen“, betonte Landrätin Eva Treu in einer Mitteilung. Gerade im Natur- und Artenschutz sei das gegenseitige Verständnis entscheidend.
Welche Leistungen die Landwirtschaft tagtäglich erbringt, stellte Stefan Wank vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten dar. Er nannte die Nahrungsmittelsicherung, die Energiewirtschaft durch den Betrieb von Biogasanlagen und PV-Anlagen sowie die Sicherung von Arbeitsplätzen. Mit der Teilnahme an Programmen wie dem Kulturlandschaftsprogramm und dem Vertragsnaturschutzprogramm würden eine umweltschonende Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Betriebe gefördert.
162 Betriebe bei Naturschutzprogramm dabei
Über aktuelle Zahlen zum Vertragsnaturschutzprogramm im Landkreis Neu-Ulm informierte Jonas Benner von der Unteren Naturschutzbehörde. Dort werden auch die Anträge für die Teilnahme am Programm entgegengenommen. Mit dem Vertragsnaturschutzprogramm werden ökologisch wertvolle Lebensräume, die auf eine schonende Bewirtschaftung angewiesen sind, erhalten und verbessert. Landwirte, die auf freiwilliger Basis ihre Flächen nach den Zielen des Naturschutzes bewirtschaften, erhalten für den zusätzlichen Aufwand und den entgangenen Ertrag ein angemessenes Entgelt.
Die Förderung erfolgt vom Freistaat Bayern mit Unterstützung der Europäischen Union. Im Jahr 2024 nahmen insgesamt 151 Betriebe im Landkreis Neu-Ulm teil. Im Jahr 2025, für das die Antragstellung vor einigen Wochen endete, stieg die Zahl der Betriebe auf 162. Während 2024 591 Hektar Grünland im Programm bewirtschaftet wurden, sind es 2025 673 Hektar. Damit werden ab 2025 rund 10,4 Prozent des Grünlands entsprechend dem Vertragsnaturschutzprogramm bewirtschaftet. Als weitere Kooperationsprojekte nannte Benner den Ausbau der Beweidung mit verschiedenen Rinderrassen und die Biotoppflege.
