Unfälle im Herbst: Polizei warnt: Ein „Guckloch“ reicht auf keinen Fall!

Nasses Laub und Nebel erhöhen im Herbst die Risiken für Autofahrer (Symbolfoto).
Uwe Anspach/dpa- Polizei warnt: „Guckloch“ bei vereisten Scheiben reicht nicht – Scheiben komplett freimachen!
- Licht immer einschalten, kostenlose Lichttests von Verkehrswacht und Kfz-Gewerbe nutzen.
- Achtung Wildwechsel: Geschwindigkeit verringern, bremsbereit fahren, bei Unfall Polizei informieren.
- Winterreifen bei Temperaturen unter 7 °C empfohlen – Sommerreifen verlieren Haftung.
- Sicht bei Regen, Nebel und Laub beachten, Abstand halten und Geschwindigkeit anpassen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Tage werden kürzer und das Wetter unbeständiger. Schlechte Sicht durch Regen, Nebel oder Schnee erhöhen das Unfallrisiko im Straßenverkehr. Einen Autounfall bei Nebel, der sich am Wochenende im Bereich des für den Kreis Neu-Ulm zuständigen Polizeipräsidiums ereignet hatte, nehmen die Polizisten zum Anlass, um Autofahrerinnen und Autofahrern Tipps für eine sichere Fahrt in der dunklen Jahreszeit auf den Weg zu geben.
Beleuchtung und Sichtbarkeit
Bedingt durch die Zeitumstellung machen sich viele Menschen im Dunklen auf den Weg zur Arbeit oder zur Schule. Die kürzer werdenden Tage führen dazu, dass die Beleuchtung der Fahrzeuge auch tagsüber wieder an Bedeutung gewinnt. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten das Licht immer einschalten.
Defekte Scheinwerfer an Kraftfahrzeugen stellen auch eine zusätzliche Gefahrenquelle für Fußgänger und Radfahrer dar, die in der Dunkelheit ohnehin schlechter wahrgenommen werden. Die Polizei weist dabei auf den kostenlosen Lichttest hin, der jährlich von der Deutschen Verkehrswacht und dem Zentralverband des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes angeboten wird.
Achtung Wildwechsel!
Die Gefahr von Wildunfällen ist in den frühen Morgen- und Abendstunden am höchsten. Durch die kürzer werdenden Tage verschieben sich auch die Zeiten, in denen das Wild aktiv ist. „Fahren Sie deshalb bremsbereit und verringern Sie die Geschwindigkeit im Bereich von Wäldern oder Gehölzen“, warnen die Polizisten.
Wenn Wild auf der Fahrbahn auftaucht, sollte man auf keinen Fall versuchen auszuweichen, da die Gefahr, dadurch andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden oder die Kontrolle über das Fahrzeug zu verlieren sehr hoch ist. Stattdessen sollte man abblenden, hupen und so stark wie möglich bremsen. Bei einem Zusammenstoß mit einem Wildtier sollte an erster Stelle die Unfallstelle abgesichert und im Anschluss in jedem Fall die Polizei verständigt werden.
Fahrzeugcheck durchführen
Wenn die Temperaturen sinken, empfiehlt es sich vor dem ersten Schneefall auf Winterreifen umzurüsten. Zwar gilt in Deutschland eine „situative Winterreifenpflicht“, welche deren Verwendung nur bei Schneematsch und -glätte vorschreibt, jedoch verhärtet sich die Gummimischung von Sommerreifen bei Temperaturen unter 7 °C, was deren Haftung negativ beeinflusst. Ganzjahresreifen mit der Kennzeichnung „M+S“ dürfen bei winterlichen Verhältnissen nicht mehr verwendet werden.
Geschwindigkeit an die Witterung anpassen
In den vergangenen Tagen überraschte morgendlicher Frost den ein oder anderen Fahrzeugführer mit vereisten Scheiben. Besonderer Beachtung sollten Autofahrer dem vollständigen Freimachen der Scheiben ihres Fahrzeuges schenken. Ein kleines „Guckloch“ sei unter keinen Umständen ausreichend, so die Polizei. Gerade im Herbst kann durch Nässe und Laub eine gefährliche Kombination entstehen, die eine erhöhte Rutschgefahr verursacht, wodurch sich auch der Bremsweg verlängert. Auch der wieder häufig auftretende Nebel erfordert besondere Beachtung im Hinblick auf die gefahrene Geschwindigkeit. „Reduzieren Sie die Geschwindigkeit und vergrößern Sie den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug“, so die Polizei. Bei Sichtweiten unter 50 Metern darf die Nebelschussleuchte eingeschaltet werden.
