Solarpark im Rothtal: Mehr als 65.000 Solarmodule liefern Strom für 13.500 Haushalte

Beeindruckende Größe: der neue Solarpark im Rothtal.
Firma Vensol Babenhausen- Solarpark Rothtal liefert Strom für 13.500 Haushalte; über 65.000 Solarmodule installiert.
- Bürger konnten sich über Genossenschaft beteiligen; 2,4 Mio. Euro Genossenschaftsanteile gezeichnet.
- Jährlich 45 Mio. kWh Strom erzeugt; 30.000 Tonnen CO₂-Einsparung.
- Flächen werden doppelt genutzt: Stromerzeugung und Schafbeweidung.
- Eröffnungsfest am 24. Mai 2025 für alle Projektbeteiligten geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Dimension kann sich sehen lassen: Gemeindeübergreifend hat die Babenhausener Firma Vensol in Oberroth und Unterroth auf einer Fläche von 36 Hektar 66.294 Solarmodule, 13 Trafostationen und 104 Wechselrichter installiert. Dafür haben insgesamt 36 Verpächter, neben privaten Flächeneigentümern auch der Landkreis Neu-Ulm sowie die beiden Standortgemeinden, Grundstücke bereitgestellt. „Alle beteiligten Akteure haben dafür an einem Strang gezogen: Kommunen, Bürger wie auch unsere Umsetzungspartner Energiewerk und Allgäuer Überlandwerk“, führt Sebastian Ganser, geschäftsführender Gesellschafter von Vensol, in einer Mitteilung aus.
Im Sommer 2022 haben die Gemeinderäte den Startschuss für das Planungs- und Genehmigungsverfahren gegeben. Die Bebauungspläne konnten schließlich im Frühjahr 2024 genehmigt werden. Im Mai begann die Firma Energiewerk aus Ulm mit der Errichtung des Solarparks und stellte diesen innerhalb von nur fünf Monaten fertig. Im gleichen Zeitraum wurde die Umspannanlage errichtet. Um die geplante Zeitschiene einzuhalten, wurde ein 90 Tonnen schwerer Leih-Transformator temporär verbaut und im kommenden Frühjahr durch einen neuen ersetzt, so die Mitteilung. Seit dem 15. Oktober speise die PV-Anlage nun grünen Strom in die Hochspannungsleitung ein.
Genug Strom für 13.500 Haushalte
Der Solarpark Rothtal wird jährlich über 45 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom erzeugen. Genug, um mehr als 13.500 Haushalte mit Energie zu versorgen. Durch den Betrieb der Anlage würden mehr als 30.000 Tonnen CO₂ pro Jahr im Vergleich zur Stromerzeugung aus fossilen Kraftwerken eingespart. Zudem soll die Fläche doppelt genutzt werden: Sie dient der Stromerzeugung und wird zugleich von Schafen beweidet. „Wir haben schon zahlreiche Anfragen regionaler Schäfer erhalten“, berichtet Ganser. Neben den Gewerbesteuereinnahmen und Pachterlösen erhalten die Kommunen von jeder erzeugten Kilowattstunde Sonnenstrom 0,2 Cent. Die Verträge zur Kommunalbeteiligung wurden jüngst mit den Bürgermeistern unterzeichnet.
Bürger beteiligen sich über eine Genossenschaft
Die Errichtung des Umspannwerks hat ein Unternehmen der Allgäuer Überlandwerke aus Kempten übernommen. Die Finanzierung des Gesamtprojekts stemmt ein Bankenkonsortium aus Raiffeisenbank Schwaben Mitte, VR-Bank Neu-Ulm und Volksbank Ulm-Biberach. Etliche Bürger aus Unterroth, Oberroth und den benachbarten Gemeinden haben die Möglichkeit genutzt, sich über eine Genossenschaft am Betrieb der Anlage zu beteiligen. Dazu wurde die ILE Iller-Roth-Biber Bürgerenergie gegründet, die einen Teil des Solarparks betreiben wird. 320 neue Mitglieder haben Genossenschaftsanteile in Höhe von 2,4 Mio. Euro gezeichnet.
Das Eröffnungsfest richtet Vensol für alle Projektbeteiligten und die Öffentlichkeit am Samstag, 24. Mai 2025, im Solarpark Rothtal aus.
